Hochwasser in der Schweiz - Vorher-Nachher-Fotos vom Neuenburgersee zeigen Ausmass des Hochwassers

Hochwasser in der SchweizVorher-Nachher-Fotos vom Neuenburgersee zeigen Ausmass des Hochwassers

Nach heftigen Regenfällen ist die Hochwasserlage im Land kritisch. Alle Entwicklungen im Ticker.

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Newsdesk
Überschwemmte Campingplätze

News-Scout machten Videos von überschwemmten Campingplätzen am Neuenburgersee. Die Situation am Brienzersee hat sich hingegen entschärft, dennoch ist die Seeoberfläche noch immer unruhig.

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Samstag, 24.07.2021

Blitzeinschlag

Wegen eines Blitzeinschlags ist die Strecke des Bahnverkehrs der Sihltalbahn seit Samstagmorgen unterbrochen. Betroffen sind die Linien 4 und 10. «Wir inspizieren zur Zeit den Schaden. Es hat für Personen nie eine Gefahr bestanden», sagt Stefan Kreuzmann, Leiter Betrieb der SZU.

Montag, 19.07.2021

Wassersport und Schifffahrten auf Vierwaldstättersee wieder erlaubt

Die Hochwassersituation am Vierwaldstättersee entspannt sich weiter. Aufgrund der stabilen Wetterlage dürfte demnächst die Gefahrenstufe für den See reduziert werden. «Die Sicherheitsdirektorin des Kantons Nidwalden und ihre Amtskollegen aus Luzern, Obwalden und Uri sowie der Regierungsrat des Kantons Schwyz sind aufgrund der positiven Entwicklung übereingekommen, das Verbot aller Wassersportaktivitäten auf dem See nicht zu verlängern», heisst es in einer Mitteilung.

Weiterhin sei aber Vorsicht geboten, denn nach wie vor treibt viel Schwemmholz im Vierwaldstättersee. Weiter sollten Wellenschläge in Ufernähe vermieden werden. Die höchste Gefahrenstufe 5 für den Vierwaldstättersee war vergangene Woche ausgerufen worden.

Bilder vom Murtensee

Auch der Murtensee ist über die Ufer getreten – wie hier bei Salavaux.

Auch der Murtensee ist über die Ufer getreten – wie hier bei Salavaux.

20min/News-Scout

«Wo ist da der schöne Sandstrand von Salavaux?», fragt sich der News-Scout.

«Wo ist da der schöne Sandstrand von Salavaux?», fragt sich der News-Scout.

20min/News-Scout

20min/News-Scout
Sonntag, 18.07.2021

Sauberes Wasser in 9 von 11 Freiburger Gemeinden

Entwarnung in 9 Freiburger Gemeinden. In Villars-sur-Glâne, Corminboeuf, Matran, Hauterive, Avry, Cottens, Neyruz, La Brillaz und Prez können die Bewohner und Bewohnerinnen wieder

Leitungswasser trinken. Das Wasser könne Chlorgeruch, sogar einen leichten Geschmack haben, aber das sei nicht gesundheitsgefährdend, teilen die Behördes im Kanton Freiburg mit.

Das Wasser in den Leitungen (sowohl für warmes wie auch für kaltes Wasser) sollte für einige Minuten laufen, um Reste des verschmutzten Wassers zu entfernen.

Am Samstag hatte der Kanton Freiburg gemeldet, dass die starken Niederschläge der letzten Tage zu einer Verunreinigung in der Trinkwasserversorgung geführt hätten. So seien Fäkalkeime ins Wassernetz gelangt.

Zwei Gemeinden müssen Wasser aufkochen

In den Gemeinden Belfaux und Gibloux gelten die Empfehlung, Leitungswasser nicht zu konsumieren, weiterhin. Die Bevölkerung wird angehalten, bis auf Weiteres das Wasser abzukochen. Beim Geschirrspüler sei die maximale Temperatur zu wählen. Das Wasser dürfe nicht einmal zum Zähneputzen oder zum Waschen von Salat verwendet werden.

«Man hätte uns früher warnen sollen»

Auch der Campingplatz Belle Rive bei Grandson am Neuenburgersee steht komplett unter Wasser. Ein News-Scout, der einen Festplatz hat und jeweils seine Ferien und fast jedes Weekend dort verbringt, berichtet: «Seit Dienstag stieg das Wasser, aber wir harrten bis am Samstagmorgen aus. Wir hatten uns auf das Bundesamt für Hydrologie verlassen, aber bis am Freitag sah es auf der Website so aus, als käme das Wasser bei uns nicht so hoch. Man hätte viel früher auf die Warnstufe Rot gehen sollen.»

Als dann am Samstag noch der Strom ausfiel, ging der News-Scout mit seiner Familie nach Hause. «Am Sonntagmittag, als ich nochmals dort war und einige Fotos für die Versicherung schoss, waren nur noch wenige Hardcore-Camper auf dem Platz.»

Er ist aber beeindruckt von der Solidarität, die unter den Bewohnern herrschte: «Alle haben einander geholfen, ihre Habseligkeiten zu bergen.»

Vorher-Nachher-Fotos vom Neuenburgersee zeigen Ausmass des Hochwassers

News-Scout Andri fotografierte im vergangenen Sommer den Neuenburgersee beim Naturschutzgebiet zwischen Cudrefin und Portalban. Nun fotografierte er das Gebiet aus derselben Perspektive am Sonntag noch einmal – der Unterschied ist gewaltig.

20min/News-Scout

20min/ News-Scout

Bilder vom Neuenburgersee

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Der Neuenburgersee am 15. Juli 2021
Der Neuenburgersee am 15. Juli 2021

Christine Talos
Der Neuenburgersee am 15. Juli 2021
Der Neuenburgersee am 15. Juli 2021

Christine Talos
Marin-Epagnier
Marin-Epagnier

Christine Talos

Neuenburgersee kurz davor, Gefahrenstufe 5 zu erreichen

Der Wasserstand im Neuenburgersee ist auf über 430,70 Meter angewachsen, wie eine Grafik auf hydrodaten.admin.ch zeigt. Ab 430,75 Metern würde die Gefahrenstufe 5 gelten.

Screenshot hydrodaten.admin.ch

«Aktuell fliesst noch mehr Wasser in dieses Gewässersystem, als abfliessen kann», zitiert «SRF» David Volken, Hydrologe beim Bundesamt für Umwelt. «Wir erwarten am Sonntagabend den Maximalstand des Neuenburgersees, eventuell erst am Montagmorgen. Danach werden die Seen lange auf diesem Pegelstand bleiben.»

Kanton Freiburg

Kanton Freiburg

Noch keine Entwarnung im Kanton Freiburg

Der Kanton Freiburg warnt: Die Hochwasserrisiken bleiben trotz des nun guten Wetters bestehen! Der Pegel der Seen stabilisiere sich zwar, der Wind könne aber Wellen verursachen, die bis zu einem Meter hoch seien. «Die Gefahr weiterer Schäden ist absehbar», schreibt das kantonale Führungsorgan in einer Mitteilung.

Die Feuerwehr sei zwischen 16. und 18. Juli rund fünfzig Mal zu Überschwemmungen in Wohnungen, Kellern und anderen Räumlichkeiten ausgerückt. Betroffen seien vor allem die Gemeinden der Broye und die Gemeinden an den Ufern des Neuenburgersees und des Murtensees. Auch im Saanebezirk habe es Schäden gegeben. Im Motélon-Tal, in der Gemeinde Charmey, habe sich zudem ein grosser Erdrutsch ereignet. Die Seen seien noch bis nächsten Donnerstag mit einem Schifffahrtsverbot belegt, so der Kanton.

Pegel des Vierwaldstättersees sinkt weiter

In der Nacht auf Sonntag ist der Pegel des Vierwaldstättersees unter die kritische Marke von 434,9 Metern über gesunken, am Sonntagmittag lag der Pegelstand bei 434,86 m.ü.M. Die Schutzmassnahmen werden nach wie vor aufrechterhalten, da die Reuss- und Seeufer stellenweise noch immer überschwemmt sind und der Pegel nur langsam sinkt. Die Autobahneinfahrt am Kasernenplatz bleibt derzeit gesperrt, teilte die Stadt Luzern mit.

Die Kapellbrücke, der Rathaussteg, die Reuss- und die Spreuerbrücke werden voraussichtlich am Montag um 6 Uhr geöffnet. Am Dienstag soll mit dem Abbau der Schutzvorrichtungen begonnen werden können.

Die Hochwasserlage hat sich leicht entspannt

Laut «SRF Meteo» wird es heute in der Schweiz vielerorts 25 Grad warm. In Basel und Genf sind 27 Grad zu erwarten, in Sitten 29 Grad und in Lugano sogar 31 Grad.

Auch «Meteonews» geht davon aus, dass es im Tessin heute rund 30 Grad heiss wird.

Wenig Regen

Seit gestern hat es nicht mehr stark geregnet, wie Meteonews twittert. Lediglich im Osten gab es teilweise über 20 Liter pro Quadratmeter. Das habe aber nicht ausgereicht, um die Pegel wieder ansteigen zu lassen.

Camper muss Gasflasche holen

News-Scout Y. V. hat einen Saisonplatz im Camping VD 8 am Ufer des Neuenburgersees. Nachdem der Wasserpegel gefährlich gestiegen war, wurden die Gäste gebeten, den Campingplatz zu evakuieren. Am Freitagabend wurden er bis auf Weiteres gesperrt.

V. erhielt am Samstag einen Anruf vom Betreiber des Platzes. «Wir wurden gebeten, noch einmal dorthin zu fahren, um Gasflaschen und für die Umwelt gefährliche Materialien aus den Wohnwagen zu holen», sagt er zu 20 Minuten.

20min/News-Scout
Samstag, 17.07.2021

Situation im Kanton Schwyz entspannt sich

Die Hochwassersituation im Kanton Schwyz hat sich leicht entspannt: Um 19.30 Uhr hat die Kantonspolizei Schwyz die Autobahn A4 wieder für den Strassenverkehr freigegeben.

Da sich im Überflutungsbereich noch immer etwas Wasser befindet, wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich reduziert. Die Feuerwehren stehen entlang der Seen weiterhin im Einsatz.

Weiterhin gesperrt sind die Seestrasse zwischen Lauerz und Seewen sowie das Dorf Brunnen, wo nur Zubringerdienst gestattet ist.

Verschmutztes Trinkwasser

Der Kanton Freiburg meldet verschmutztes Trinkwasser in 11 Gemeinden. Die starken Niederschläge der letzten Tage hätten zu einer Verunreinigung in der Trinkwasserversorgung geführt. So seien Fäkalkeime ins Wassernetz gelangt. Dies sei bei eigenen Kontrollen entdeckt worden. «Eine Gefährdung der Konsumentinnen und Konsumenten kann nicht ausgeschlossen werden», heisst es in der Mitteilung.

Betroffen sind folgende Gemeinden:

- Villars-sur-Glâne

- Teile von Gibloux

- Corminboeuf

- Belfaux

- Matran

- Hauterive

- Avry

- Cottens

- Neyruz

- La Brillaz

- Prez

Die Bevölkerung wird angehalten, bis auf Weiteres das Wasser abzukochen. Beim Geschirrspüler sei die maximale Temperatur zu wählen. Das Wasser dürfe nicht einmal zum Zähneputzen oder zum Waschen von Salat verwendet werden.

Abfluss aus Aare erhöht

Um die Überschwemmungsgefahr zu verringern, wurde der Abfluss der Aare aus dem Bielersee erhöht. Dies teilte das BAFU per Twitter mit.

Die Stadt Biel betont ihrerseits in einer Mitteilung, dass mit dem Ende der Niederschläge das Hochwasser noch nicht ausgestanden sei. «Bis die riesigen Wassermassen – der Bielersee entwässert einen Viertel der ganzen Fläche der Schweiz – abgeflossen sind, kann es noch Wochen dauern.»

Weil der Kanton Bern nun dank des Entscheides des Bundes beim Wehr in Port mehr Wasser ablassen könne, werde die Aare mehr Wasser führen. «Es wird ausdrücklich gewarnt, dass der Aufenthalt in und an der Aare momentan lebensgefährlich ist.»

Thun flutet Sporthalle

Die Stadt Thun versucht Strukturschäden an der Lachenhalle zu verhindern und hat dafür zu einem vielleicht nicht allzu bekannten Mittel gegriffen. Kurzerhand wurde die Heimspielstätte des Handballclubs Wacker Thun geflutet, wie die Stadt auf Twitter schreibt.

Vierwaldstättersee

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat der Pegel des Vierwaldstättersees mit 434,94 Metern über Meer seinen Höchststand erreicht. «Gegen Morgen ist er leicht gesunken. Die Gefahr, dass der Schwanenplatz überschwemmt wird, ist deshalb vorerst gebannt» wie die Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt.

Pegel der Seen nicht weiter gestiegen

Über Nacht sind die Pegel der Schweizer Gewässer nicht mehr weiter gestiegen. Gemäss Messdaten des Bundesamts für Umwelt blieben die Werte für den Thuner-, Bieler- und Vierwaldstättersee stabil.

Gemäss dem Bundesamt für Umwelt bleiben die Seepegel in den nächsten Tagen noch hoch.

Ausfahrt Stansstad gesperrt

Auf dem Weg in den Süden ist die Ausfahrt Höhe Stansstad wegen des Hochwassers gesperrt.

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