Bisher keine Chance: Die Nati hat schlechte Erinnerungen an Weltmeisterschaften in Finnland
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Bisher keine ChanceDie Nati hat schlechte Erinnerungen an Weltmeisterschaften in Finnland

Die Schweiz bestreitet zum vierten Mal ein WM-Turnier in Finnland. Bisher war ein Viertelfinal das Hoch aller Gefühle. 

von
Adrian Hunziker
(aus Helsinki)
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2012 an der WM in Helsinki verlor die Nati unter anderem gegen Gastgeber Finnland (im Bild) und verpasste den Viertelfinal klar. 

2012 an der WM in Helsinki verlor die Nati unter anderem gegen Gastgeber Finnland (im Bild) und verpasste den Viertelfinal klar. 

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2003 kam die Nati immerhin in den WM-Viertelfinal, scheiterte dort aber an der Slowakei. 

2003 kam die Nati immerhin in den WM-Viertelfinal, scheiterte dort aber an der Slowakei. 

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Nati-Trainer Patrick Fischer mit dem Mahnfinger: Der 46-Jährige befindet sich mit seinem Team kurz vor WM-Beginn. 

Nati-Trainer Patrick Fischer mit dem Mahnfinger: Der 46-Jährige befindet sich mit seinem Team kurz vor WM-Beginn. 

Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

  • Die Nati hat an Weltmeisterschaften in Finnland bisher keine Stricke zerrissen. 

  • Ein Viertelfinal ist das beste Resultat, das ist schon 19 Jahre her. 

  • Ein frühes Scheitern soll dieses Mal verhindert werden.

Nati-Trainer Patrick Fischer sagt vor der am Freitag startenden WM in Finnland: «Den Halbfinal zu erreichen,  muss unser Ziel sein.» Die Vergangenheit widerspricht diesem Wunsch klar. Das letzte Mal, als das Schweizer Nationalteam in Finnland an einer WM spielte, war 2012. Dieses Turnier endete für die Schweiz ernüchternd. Damals absolvierte die Nati alle Spiele in der Hartwall-Arena – dieses Mal spielen alle Teams in der Helsinki-Eishalle (Helsingin Jäähalli). Zwar gewannen die Schweizer 2012 die ersten beiden Partien gegen Kasachstan und Belarus. Doch dann hagelte es fünf Pleiten in Serie (gegen Gastgeber Finnland, Kanada, Frankreich, die Slowakei und die USA). Damit verpasste die Nati den Viertelfinal klar. 

2003 absolvierte die Schweiz ihre Partien in Tampere. Damals wurde in 4er-Gruppen gespielt, es folgte vor dem Viertelfinal eine Zwischenrunde. Die Gruppenphase schloss die Schweiz hinter Russland als Zweite ab, in der Zwischenrunde gewann die Nati gegen Lettland, verlor aber gegen Kanada und Schweden. So ging es im Viertelfinal gegen die Slowakei – die Nati unterlag 1:3. 

Der Schweizer WM-Spielplan

  • Samstag, 14. Mai, 15.20 Uhr: Schweiz – Italien

  • Sonntag, 15. Mai, 19.20 Uhr: Dänemark – Schweiz

  • Dienstag, 17. Mai, 19.20 Uhr: Schweiz – Kasachstan

  • Mittwoch, 18. Mai, 19.20 Uhr: Schweiz – Slowakei

  • Samstag, 21. Mai, 15.20 Uhr: Kanada – Schweiz

  • Sonntag, 22. Mai, 19.20 Uhr: Schweiz – Frankreich (statt Russland)

  • Dienstag, 24. Mai, 11.20 Uhr: Deutschland – Schweiz

  • ev. Donnerstag, 26. Mai: Viertelfinals

  • ev. Samstag, 28. Mai: Halbfinals

  • ev. Sonntag, 29. Mai: kleiner und grosser Final

1991, die Schweiz war ein Jahr zuvor dank des Sieges in der B-Gruppe wieder in die A-Gruppe aufgestiegen, war die Nati chancenlos. In Turku und Tampere gewannen die Schweizer gerade mal eines von sieben Spielen – aber immerhin das Prestige-Duell gegen Deutschland. Die Schweiz beendete das Turnier auf Rang 7. 

Einen Hoffnungsschimmer, einen indirekten, gibt es dennoch: 2013 fand die WM in Helsinki und in Stockholm statt. Das Resultat ist bekannt: Die Schweiz sicherte sich unter Coach Sean Simpson sensationell WM-Silber, musste sich nur im Final Co-Gastgeber Schweden 1:5 geschlagen geben. Aber: Die Nati bestritt alle Spiele in Stockholm, kein einziges in Helsinki. Roman Josi wurde damals zum MVP des Turniers gekürt. Dieses Jahr wird das nicht der Fall werden. Der einfache Grund: Der NHL-Superstar verzichtet aus familiären Gründen auf das Turnier in Finnland.

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