Platz 2 auf sicher - Embolo mit Doppelpack – Nati schlägt Litauen mit 4:0

Platz 2 auf sicherEmbolo mit Doppelpack – Nati schlägt Litauen mit 4:0

Die Schweizer Nati kommt auswärts in Vilnius zu einem 4:0-Erfolg. Bester Mann auf dem Platz: Stürmer Bree Embolo.

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Ressort Sport

Temperaturen um die 4 Grad und maximal ein paar Hundert Fans im LFF-Stadion – nach einer Fussballparty in Genf erinnerten die Spielverhältnisse am Dienstagabend in Litauen eher wieder an Lockdown-Fussball. Die Nati bekundete auch Mühe in der Startphase, übernahm zwar von Beginn an das Spieldiktat, war jedoch gegen vorne ideenlos und immer wieder kam es zu unnötigen Fehlpässen. Diese wurden dann auch von lauernden Litauern prompt zum Kontern genutzt. Ähnlich wie die Schweizer Angriffe sorgten aber auch diese nicht für die grosse Torgefahr.

Nach rund 24 Minuten gewöhnte sich die Nati langsam an die Verhältnisse in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Rodriguez, dem fast keine Flanke gelang und in der Halbzeit verletzt ausgewechselt wurde, hatte eine erste Grosschance. Dann, in der 31. Minute, knackten die Schweizer die Litauer. Nach einem Shaqiri-Eckball stürmte Embolo durch die Verteidigung und köpft mit voller Wucht zum 1:0. Nach einer unglücklichen Chancenausbeute in Genf gegen Nordirland, belohnte Embolo seine Form endlich mit einem Tor – pünktlich zum 50. Länderspiel für die Schweiz.

Doppelpack von Breel Embolo

Die Gegenwehr der Gastgeber, die zumindest in der ersten Halbzeit deutlich besser spielten als im Hinspiel, war gebrochen. In der 42. Minute schickte Fabian Schär Kollege Renato Steffen mit einem langen Ball auf die Reise – dieser sprintete der Verteidigung davon und lupfte den Ball souverän über Litauen-Goalie Ernestas Setkus. Kurz vor dem Pausenpfiff machte die Nati den Sack dann bereits zu: 3:0 durch Embolo. Ein Doppelpack des Gladbach-Stürmers, der sich in herausragender Form befindet.

Die zweite Hälfte plätscherte dann ein bisschen vor sich hin. Litauen konnte nicht mehr und die Schweiz war im letzten Angriffsdrittel zu ungenau, um aus dem Spiel noch eine Gala zu machen. Stimmung bei den Fans kam nur noch auf, als die Schweizer Delegation für einen mitgereisten Fan Happy Birthday sang. Auffällig jedoch: Breel Embolo hatte noch nicht genug, animierte seine Mitspieler immer wieder und schmiss sich vorne in die Zweikämpfe. Nach 88 Minuten hatte Embolo Feierabend und kurze Zeit später auch seine Teamkollegen. Kurz vor Schluss erzielte der eingewechselte Mario Gavranovic noch das 4:0 für die Nati.

Kein Pflichtspiel-Gegentor unter Yakin

Sechs Punkte aus zwei Spielen und auch im vierten Pflichtspiel unter Nati-Trainer Murat Yakin kein Gegentor. Das gelang noch nie einem Schweizer Trainer zuvor. Die Schweiz hat ihre Pflicht erfüllt. Dank eines Bulgarien-Sieges gegen Nordirland ist der zweite Gruppenplatz ebenfalls bereits fix. Am 12. November können die Nati-Stars mit Selbstvertrauen nach Italien reisen für das grosse Finalspiel in der WM-Quali-Gruppe. (wed)

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Dienstag, 12.10.2021

Murat Yakin und die Nati funktioniert

Auf die Harmonie und das Spiel am 12. November gegen Italien angesprochen, sagt Murat Yakin: «Es macht Spass mit dieser Mannschaft. Die Unterstützung ist gross. Das haben wir auch in der Romandie gegen Nordirland gesehen.»Die Harmonie in der Truppe ist gut.»

Es sei ein schöner Job, die Nati zu trainieren, so Yakin weiter. Er freue sich nun auf die kommende Partie gegen den Europameister Italien.

Nati-Trainer Yakin:

«Wir sind solidarisch aufgetreten und haben den Gegner zu Fehler gezwungen. So konnten wir in Führung gehen und denn Gegner besser kontrollieren.»

Hätte man mehr Tore schiessen können und in der zweiten Halbzeit offensiver auftreten? Yakin dazu: «Die Mannschaft liess den Gegner nie aufkommen. Viermal zu null zu spielen, ist auch nicht ohne. Das muss man erst einmal schaffen.»

Steffen zu seinem ersten Nati-Treffer:

«Es freute mich sehr, dass ich endlich das erste Tor für die Nati erzielen konnte. Ich sah, dass der Torhüter zu weit vorne stand. Dann ist es einfach Instinkt, ich lupf den Ball drüber zum 2:0.» Doch auch Steffen gesteht ein, dass es in der zweiten Halbzeit offensiv besser hätte laufen können. Man habe zwei, drei Chancen zu viel ausgelassen. Zum Schluss sagt Steffen: «Wir sind trotzdem zufrieden. Zwei Siege aus zwei Spielen.»

Breel on fire!

Übrigens: Breel Emobol hat in den letzten zwei Spielen zwei Assists und zwei Tore zu den beiden Siegen der Schweizer Nati beigesteuert.

Breel Embolo nach dem Spiel

«Es war ein schwieriges Match. Es war wichtig, dass wir geduldig geblieben sind. Das 1:0 nach einem Standard und die zwei schnellen Tore vor der Halbzeit haben uns geholfen. Wir können zufrieden sein.» Weiter sagt der Gladbach-Stürmer, die Tordifferenz gegenüber Italien sei wichtig. Mit dem 4:0 könne man gut leben. Dennoch sagt er auch: «Es war schade, haben wir ein wenig Tempo rausgenommen, trotzdem haben wir alles in den eigenen Füssen um Platz 1 in der Gruppe.»

Das Spiel ist aus

Die Partie ist vorbei. Die Schweiz schlägt Litauen mit 4:0.

Toooor für die Schweiz!

94': Gavranovic mit seinem 16. Tor für die Schweizer Nati. Vorlage kommt von Cedric Itten. Gutes Händchen von Murat Yakin, denn beide Spieler wurden eingewechselt. Souveräner 4:0-Sieg der Schweizer Nati in Litauen. Und wieder steht die Null. Und zwar seit 416 Minuten. Sackstark!

Nachspielzeit

90+': Es gibt drei Minuten Nachspielzeit in Vilnius. Die Schweiz wird hier einen ungefährdeten Sieg einfahren und liegt nach dem Spiel punktgleich, aber mit dem schlechteren Torverhältnis wie die Italiener, auf dem zweiten Platz der Gruppe C.

Fans nicht ganz zufrieden

87': Auf Twitter bemängeln die Fans die Offensive-Power der Nati in der zweiten Halbzeit. Da wäre durchaus mehr gegangen.

Pfostentreffer Vargas!

82': Kaum reklamiere ich hier, dass hier nicht viel los ist, ballert Vargas den Ball an den Pfosten. Und das nach einem schönen Solo, bei dem er drei Gegenspieler aussteigen lässt. Das war knapp. Erstes (spätes) Ausrufezeichen der Schweizer in der zweiten Halbzeit.

Gelingen hier noch Treffer?

80': Mit Nachspielzeit sind hier noch rund 12 Minuten zu spielen. Die Schweiz hat bereits in der ersten Halbzeit innert zwei Minuten zwei Tore erzielt. Vielleicht gelingt das ja auch im zweiten Durchgang. Um ehrlich zu sein, es ist nicht wirklich viel los hier in Vilnius auf dem Kunstrasen..

«Gib mir dein Trikot!»

Da möchte wohl jemand das Trikot von Sommer, Elvedi oder Embolo!

Wechsel bei der Schweiz

68': «Vargas repariert, Vargas tauscht aus.» Und zwar tauscht Vargas Steffen aus. Bringt der Augsburg-Söldner neuen Schwung in die Nati-Offensive? Wir hoffen es!

Elvedi, der neue Stürmer?

64': In der zweiten Halbzeit war Nico Elvedi, seinerseits Innenverteidiger, schon zweimal zuvorderst an der Front im Strafraum der Litauer. Beide Male schaute aber nicht viel raus. Darum ist er wohl auch Verteidiger, weil er dort seine Aufgaben tadellos erledigt.

Shaqiri mit guter Chance

62': Shaqiri beinahe mit dem 4:0. Der Lyon-Spieler kommt im Strafraum an den Ball und packt einen seiner berühmten Schlenzer mit dem linken Fuss aus. Er zischt knapp am Pfosten vorbei.

Litauen-Trainer not amused

60': Der litauische Trainer ist gar nicht zufrieden. Fragt mich nicht wieso, aber er steht wild gestikulierend an der Seitenlinie, tobt und schreit rum! Vielleicht ist ihm auch einfach nur kalt..

Chance für Litauen

58': Die Schweizer tun sich bisher schwer in der 2. Halbzeit. Die erste gefährliche Chance in der zweiten Halbzeit hatte bisher Litauen. Spätestens jetzt müssten die Schweizer wach sein.

Noch 4 Tore bis zur Tabellenführung!

50': Es steht zwar immer noch 3:0 für die Schweiz, doch wenn sie noch vier Buden machen, sind sie Tabellenführer der Gruppe C!

Garcia kommt für Rodriguez

46': Rodriguez hat muskuläre Probleme und wird durch Garcia ersetzt. Somit hat die Schweiz nur noch einen gelernten Verteidiger auf der Bank.

Es geht weiter

46': Die zweite Halbzeit in Vilnius ist angepfiffen. Nicht nachlassen, Nati. Immer schön weiter nach vorne spielen und Tore schiessen!

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