Neuer Trendsport: Die neuen Helden der Freeskier
Aktualisiert

Neuer TrendsportDie neuen Helden der Freeskier

Dank hoher Preisgelder weht bei den Freeskiern ein neuer Wind. Die Helden der Szene leben wie Rockstars mit Groupies und Ferrari. Ihr König ist der Bündner Elias Ambühl.

von
Andy D. Veraguth
Der 19-jährige Bündner Elias Ambühl ist auf und neben der Piste der König – und er liebt seinen Ferrari F430.

Der 19-jährige Bündner Elias Ambühl ist auf und neben der Piste der König – und er liebt seinen Ferrari F430.

«Die Groupies gehören einfach dazu, zum Beispiel an den ­Partys», meint der Freeski-Projektleiter von Swiss Ski, JP Furrer. Dass dabei alle blond sein müssen, sei aber ein Cliché; zurzeit seien nämlich die Rothaarigen im Kommen, so ­Furrer. Taucht der König der Szene, der 19-jährige Elias Ambühl, an einer Party auf, trägt er nicht Skater-Style mit Baggy-Pants und Mütze wie die «Reels» (die weniger Erfolgreichen). Ambühl fährt im brandneuen Ferrari vor und hüllt sich nur in schicke Designerklamotten. An seiner Seite: seine blonde Freundin (die er schon seit über einem halben Jahr hat, wie er betont). Nebst seiner sportlichen Karriere träumt er vom Modeln für grosse Modelabels: «Mein Wunsch wäre Hugo Boss.»

«Dieser Rockstar-Style kam, als die Sportart vor rund drei Jahren in Europa richtig gross wurde», erzählt Furrer. «Früher waren die Freeskier, die Big-Air-Sprünge, Halfpipe- oder Slopestyle-Wettbewerbe bestritten, noch eine wilde Truppe, denen alles egal war und für die die Party im Vordergrund stand. Heute gehts um mehr.» Allerdings: Nur die drei Besten können sich solche Extravaganzen leisten. An einem Contest gewinnen sie bis zu 20 000 Franken, in den USA sogar bis zu 50 000 Dollar. Dazu kommt ein üppiges Sponsoring. Doch obwohl Elias als «absoluter crazy dude» gilt, hat er auch eine nachdenkliche Seite: «Ich spare jetzt ein paar Millionen, dann kann ich dort helfen, wo viel Armut herrscht.»

(Quelle: Vimeo/eliasambuhltv).

Deine Meinung