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«Züri wie neu»Die «Nörgler-App» ist ein Erfolg

Zürcher melden Mängel und Schäden an der städtischen Infrastruktur fleissig: Seit April registrierte die App «Züri wie neu» bereits 2380 Eingänge.

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sda/wed
Etwas Demoliertes im öffentlichen Raum entdeckt? Die «Züri wie neu» der Stadt Zürich nimmt Meldungen entgegen.

Etwas Demoliertes im öffentlichen Raum entdeckt? Die «Züri wie neu» der Stadt Zürich nimmt Meldungen entgegen.

Seit knapp einem halben Jahr sind die App «Züri wie neu» und die entsprechende Internetseite verfügbar. Damit können Schäden und Mängel an der Zürcher Infrastruktur direkt in die Verwaltung gemeldet werden. Das Tool wurde zu Beginn als Nörgler- oder Denunzianten-App verschrien. Das scheint die Nutzer nicht zu stören. Ein Blick ins Internet zeigt, dass die App fleissig genutzt wird. Über 2380 Mängel sind seit der Lancierung im April 2013 gemeldet worden.

Mittlerweile gibt es auch die «Power-User» – Personen, die Meldungen zuhauf schicken. Etwa jene, die alle versprayten Container in der Nachbarschaft einzeln fotografierte und für jeden eine eigene Meldung schickte: sieben innert 25 Minuten. Laut Christian Gees, stellvertretender Direktor Geomatik und Vermessung, bringt das aber wenig: «Entsorgung und Recycling (ERZ) putzt zwar regelmässig verschmierte Container, aber doch nicht stündlich.» Abstruse Meldungen wie beispielsweise «die Malven wachsen zu langsam», seien ebenfalls schwierig zu erledigen.

Viele Meldungen wegen Gerümpel

Ein Problem wird von den Usern immer wieder gemeldet und auch von Gees als hilfreich empfunden: Grümpel, der einfach am Strassenrand deponiert wurde – hin und wieder auch mit einem Zettel «Zum Mitnehmen» versehen. «Dank diesen Meldungen kann man die Sachen möglichst rasch wegräumen und damit noch mehr Müll vermeiden, denn Abfall zieht Abfall an», so Gees. Zudem versuche das ERZ auch die jeweiligen Verursacher dieser Grümpelhaufen zu ermitteln.

Testphase noch bis April 2014

«Die Anzahl der Eingänge ist eher über unseren Erwartungen», sagt Gees. «Züri wie neu» werde aber weiterhin als Versuch betrieben. «Nach einem Jahr werden die Erfahrungen ausgewertet und ein Entscheid gefällt, wie es weitergeht.» Eine Ausweitung sei künftig ebenfalls möglich. Heute erfahre man nur, dass ein Anliegen an die Fachstelle weitergeleitet wurde, aber nicht, was diese dem Absender geantwortet hat.

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