Roger Federer: «Die Nummer 1 ist für mich dieses Jahr möglich»
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Roger Federer«Die Nummer 1 ist für mich dieses Jahr möglich»

Roger Federer hat seit längerem kein grosses Turnier mehr gewonnen: Dank Olympia gibt es in diesem Sommer gleich drei davon. Der Schweizer sieht dabei gute Erfolgschancen für sich.

von
fbu

Seit seinem frühen Ausscheiden in Miami gegen Andy Roddick ist es ruhig geworden um Roger Federer. Der Tennis-Superstar hat sich zurückgezogen: Erst standen nach einem intensiven Saisonbeginn Ferien in der Karibik auf dem Programm, dann startete die Vorbereitungsphase auf den Jahrhundertsommer im Tennis. Knapp zwei Wochen vor Start der wichtigsten Sandturniere der Saison nahm sich der Schweizer Zeit für ein ausführliches Interview mit dem «Tages-Anzeiger» und gab Auskunft über seine ambitionierten Ziele für die bevorstehenden Monate. Am 6. Mai geht es los mit vielen wichtigen Turnieren: Madrid, Rom und die French Open auf Sand, gefolgt von Halle, Wimbledon und dem Olympia-Turnier auf Rasen.

«Ich hoffe, dass ich ein paar dieser Turniere gewinnen kann. Schön ist, dass ich überall Chancen habe», präsentiert sich der Schweizer selbstbewusst. «Vor uns liegt eine wunderbare Phase mit vielen Höhepunkten, da ist die Motivation kein Problem», so Federer und fügt hinzu: «Für mich war immer Wimbledon das Nonplusultra. Dass wir dieses Jahr die Möglichkeit haben, dort einen Monat nach dem Grand-Slam-Turnier nochmals im gleichen Stadion zu spielen, ist ein grosses Glück für unsere Generation.» Die aktuelle Weltnummer 3 spricht damit auf das Olympia-Turnier an, das vom 29. Juli bis 5. August ebenfalls in Wimbledon stattfindet.

Wimbledon und Olympia gleich wichtig

Auf die Frage, wo er lieber gewinnen würde – beim Grand-Slam oder bei Olympia – antwortet Federer: «Da habe ich keine Präferenz, beides ist gleich wichtig für mich, auch wenn Olympia den grösseren Seltenheitswert besitzt.» Im ersten Moment ist diese Antwort vielleicht erstaunlich, denkt man etwas länger darüber nach, wird einmal klar: Neben einem Olympia-Sieg wäre der 17. Grand-Slam-Titel natürlich von unbeschreiblichem Wert.

Insbesondere im Hinblick auf die Rückeroberung der Nummer 1 der Weltrangliste. Nur 750 Punkte bringt der Olympia-Sieg, ein Triumph beim Grand-Slam würde dem 30-Jährigen beim Kampf um die Tenniskrone also wesentlich mehr nützen. 2000 Punkte sind da zu holen. «Die Nummer 1 ist für mich dieses Jahr möglich, aber ich muss sehr gut spielen», sagte Federer zu diesem Thema. Novak Djokovic und Rafael Nadal zu überholen ist sein grosses Ziel, das sagte der Baselbieter so deutlich wie nie: «Nochmals die 1 zu werden, das wäre die Krönung, absolut, es wäre unglaublich. Darum setze ich alles daran und habe auch mehr Turniere gespielt.»

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