«Eine grosse Ehre»: Die Obamas besuchen den Papst
Aktualisiert

«Eine grosse Ehre»Die Obamas besuchen den Papst

US-Präsident Barack Obama ist erstmals von Papst Benedikt XVI. im Vatikan empfangen worden. Obama wurde bei seiner Fahrt zum Peterplatz von einer Menschenmenge bejubelt und dann von Soldaten der Schweizer Garde begrüsst.

Er kam am Freitag vom G-8-Gipfel in L'Aquila nordöstlich von Rom und traf im Vatikan zuerst den für aussenpolitische Fragen zuständigen Kardinal Tarciso Bertone, bevor er zusammen mit seiner Ehefrau Michelle zum Papst vorgelassen wurde.

Es war Obamas erstes persönliches Treffen mit dem Papst, mit dem er zuvor schon einige Male telefoniert hatte. «Es ist eine grosse Ehre für mich», sagte der US-Präsident und dankte dem Papst für die Audienz. Benedikt erkundigte sich bei Obama nach dem G-8-Gipfel, den dieser als «sehr produktiv» bezeichnete. Begleitet vom Blitzlichtgewitter der Kameras sagte Obama: «Eure Heiligkeit, ich bin sicher, dass Sie es gewohnt sind, fotografiert zu werden. Ich bin gerade dabei, mich daran zu gewöhnen.»

Weiterreise nach Ghana

Am Abend wollte Obama nach Ghana weiterfliegen, wo er am (morgigen) Samstag Gespräche mit der Regierung des westafrikanischen Staates führt. Geplant sind eine Unterredung mit dem ghanaischen Präsidenten John Atta Mills sowie eine Rede Obamas vor dem Parlament in Accra (14.00 Uhr MESZ). Ghana wird vielfach als Musterland für demokratische Entwicklung in Afrika gepriesen.

Die Polizei hat sich mit einem Grossaufgebot für den Besuch Obamas gerüstet. In Accra sowie in der weiter westlich gelegenen Stadt Cape Coast wurden insgesamt gut 10 000 Polizisten stationiert. Obama will unter anderem das Fort Cape Coast Castle besuchen, das einst Ausgangspunkt für die Verschiffung von Sklaven nach Amerika war. Am Samstagabend fliegt der Präsident zurück in die USA. (dapd)

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