Majlinda Kelmendi: Die Olympischen Spiele haben ihr erstes Märchen
Aktualisiert

Majlinda KelmendiDie Olympischen Spiele haben ihr erstes Märchen

Judoka Majlinda Kelmendi holt für den Kosovo das erste Olympiagold in der Geschichte. Das macht auf der ganzen Welt Schlagzeilen.

von
hua
1 / 4
Majlinda Kelmendi kullern einige Freudentränen über die Wangen. Kein Wunder, die Kosovarin holte im Judo die erste Olympiamedaille für ihr Heimatland. Es war nicht irgendeine, nein, es war die Goldene.

Majlinda Kelmendi kullern einige Freudentränen über die Wangen. Kein Wunder, die Kosovarin holte im Judo die erste Olympiamedaille für ihr Heimatland. Es war nicht irgendeine, nein, es war die Goldene.

AP/Markus Schreiber
Im Final der Kategorie bis 52 kg besiegte Kelmendi (in blau) die Italienerin Odette Giuffrida.

Im Final der Kategorie bis 52 kg besiegte Kelmendi (in blau) die Italienerin Odette Giuffrida.

/Laurence Griffiths
An der Medaillenfeier konnten die beiden Kontrahentinnen gemeinsam in die Kameras strahlen.

An der Medaillenfeier konnten die beiden Kontrahentinnen gemeinsam in die Kameras strahlen.

AP/Markus Schreiber

Majlinda Kelmendi wurde am Sonntag zur Heldin ihrer Heimat: Die 25-Jährige gewann im Judo die erste Medaille für den Kosovo – und das im ersten Anlauf an Olympischen Spielen. Dass es auch noch die Goldene war, war das Sahnehäubchen obendrauf. Der Kosovo ist erst seit zwei Jahren Mitglied des IOK.

Kelmendi ist bereits mehrfache Welt- und Europameisterin. Nun hat sie einen weiteren Meilenstein erreicht. «Ich habe der Jugend Kosovos bewiesen, dass man auch nach dem Krieg etwas erreichen kann, wenn man es nur will.»

Ein Märchen, das um die Welt geht

Die Nachricht dieser Medaille ging um die Erde. CNN, BBC oder «Le Monde» berichteten ausführlich über die 1,62 Meter grosse Judoka. Aus der Schweiz kamen ebenfalls Gratulationen. So zollten die Fussballer Valon Behrami und Taulant Xhaka der Kosovarin ihren Respekt.

Und auch der Aussenminister Kosovos freute sich riesig über die Medaille.

Deine Meinung