Aktualisiert 13.01.2020 16:57

Doppel-Nominierung für JohanssonDas haben vor ihr nur elf andere Leute geschafft

Die Oscar-Nominierungen 2020 sind da: «Joker» ist Spitzenreiter, dicht gefolgt von «Once Upon a Time in Hollywood» und «1917». Und: Frauen spielen dieses Jahr fast nur Nebenrollen.

von
shy

Diese neun Werke haben die Chance auf den Oscar für den besten Film 2020. <i>(Video: Wibbitz/20 Minuten)</i>

Die Oscars 2020 werden am Sonntag, 9. Februar (US-Zeit – in der Schweiz ists dann bereits früher Montagmorgen), im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen. Am Montag hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Nominierungen bekanntgegeben.

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:

«Joker» führt das Feld an

Die düstere Comic-Verfilmung von Todd Phillips mit Joaquin Phoenix in der Rolle des Titel-Bösewichts ist für ganze elf Oscars nominiert – unter anderem in den Kategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes adaptiertes Drehbuch.

Dicht dahinter folgen das Tarantino-Epos «Once Upon a Time in Hollywood» und das Weltkriegs-Drama «1917» mit je zehn Nominierungen sowie Scorseses Gangster-Monster «The Irishman» mit neun Chancen auf ein Goldmännlein.

Netflix hat sich etabliert

Nachdem der Streaming-Riese 2019 mit «Roma» zehn Oscar-Nominierungen und drei Oscar-Gewinne einstreichen konnte, legt Netflix heuer nach: «The Irishman» ist neunmal nominiert, das Comedy-Drama «Marriage Story» sechsmal.

So viele weisse Männer

Bei acht der neun Werke in der Kategorie bester Film haben Männer Regie geführt. Für die beste Regie sind ausschliesslich Männer nominiert. Schauspielerin und Produzentin Issa Rae, die die Nominierungen zusammen mit John Cho präsentierte, meinte dann nach dieser Kategorie auch passend: «Herzliche Gratulation an diese Männer.»

Die meisten dieser Männer sind zudem weiss und auch nicht mehr die jüngsten – Diversity geht anders. Sieht so aus, als müssten die Anstrengungen in Hollywood, nicht-männliche und nicht-weisse Filmschaffende zu fördern, weiter intensiviert werden. Dann könnte sich in einigen Jahren bereits ein ganz anderes, durchmischteres Bild zeigen.

«Parasite» ist die grosse Überraschung

Nachdem der südkoreanische Comedy-Thriller-Hybrid bereits den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film gewonnen hat, ist der Streifen von Bong Joon-ho nun für ganze sechs Academy Awards nominiert. Für einen nicht-amerikanischen Film ist das sehr aussergewöhnlich.

Die Schweiz hat keine Chance

Wie 2019 kann die Schweiz auch dieses Jahr keinen Film ins Academy-Award-Rennen schicken. Hoffnungsträger war Michael Steiners «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse»; der Traum platzte allerdings schon Mitte Dezember, als es der Comedy-Hit nicht auf die zehn Titel fassende Shortlist der Kategorie bester fremdsprachiger Film schaffte.

Zuletzt hatte die Schweiz 2017 Chancen auf die Goldmännchen: «La femme et le TGV» war für den besten Kurzfilm nominiert, «Ma vie de Courgette» für den besten Animationsfilm.

Mögliche Pärchen-Freuden

Mit Greta Gerwig und Noah Baumbach ist auch ein Paar im Oscar-Rennen: Gerwig ist mit «Little Women» für das beste adaptierte Drehbuch nominiert, ihr Partner mit «Marriage Story» fürs beste Original-Drehbuch.

Beide haben zudem die Aussicht auf den Award für den besten Film – die Chancen, dass am 9. Februar im Hause Gerwig-Baumbach gefeiert wird, sind also gar nicht mal so klein.

Scarlett Johannson kann zwei Schauspiel-Oscars gewinnen

Die Amerikanerin ist für ihre Leistungen in «Marriage Story» und «Jojo Rabbit» sowohl als beste Haupt- als auch Nebendarstellerin nominiert. Das ist ziemlich selten: In 92 Jahren Oscar-Verleihung haben das vor Johansson gerade mal elf Leute hinbekommen – zuletzt Cate Blanchett 2007.

Noch niemandem gelungen ist es hingegen, diese zwei Schauspiel-Nominierungen dann auch in zwei Gewinne im selben Jahr zu verwandeln. Scarlett Johansson ist 2020 übrigens zum ersten Mal überhaupt für einen Oscar nominiert – und dann gleich doppelt. Wennschon, dennschon.

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