Industrie: Die Ostschweizer Industrie kämpft um ihre Zukunft

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IndustrieDie Ostschweizer Industrie kämpft um ihre Zukunft

Die Industrie in der Ostschweiz hat sich noch immer nicht erholt. Nun reagieren viele Firmen mit Kurzarbeit.

von
Anna Berger
Designerinnen bei der Arbeit im Atelier der St. Galler Textilfirma Christian Fischbacher.

Designerinnen bei der Arbeit im Atelier der St. Galler Textilfirma Christian Fischbacher.

Die Ostschweizer Industrie steht im Gegenwind: In einer Konjunkturumfrage des St. Galler Forschungs- und Beratungsunternehmen Ecopol ­beurteilen 25 Prozent der Industrieunternehmen ihre Geschäftslage als schlecht. Das hat Folgen: «Einige Branchen stehen vor einem Personalabbau», heisst es im Bericht. «Wir spüren den schwachen Euro und die kriselnde Weltwirtschaft», sagt Nadja Castagna, Mediensprecherin des fast 200 Jahre alten Textilunternehmens Christian Fischbacher, das in St. Gallen rund 70 Mitarbeiter hat. Nun reagiert das Traditionsunternehmen: «Stellen, die durch natürliche Abgänge frei werden, besetzen wir teils nicht mehr neu», so Castagna. Auch lanciere man die Frühjahrskollektion 2013 der Einrichtungs­textilien schon jetzt in Deutschland – um einen Vorsprung auf die Konkurrenz zu haben.

Firmen reagieren mit Kurzarbeit

«In den letzten Wochen hat sich die Lage verschärft. Wir haben deutlich weniger Aufträge», sagt Martin Petschnig, Geschäftsführer der Präzisionsmechanikfirma Polymeca in Heerbrugg. Um Entlassungen zu vermeiden, setzt die Rheintaler Firma auf Kurzarbeit – und steht damit nicht allein da: Laut dem kantonalen Amt für Arbeit sind die Anmeldungen für Kurzarbeit in den letzten Monaten in allen Regionen kontinuierlich angestiegen. Anna berger Eine Designerin an der Arbeit im Atelier der St. Galler Textilfirma Christian Fischbacher.

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