«Ballermann-Initiative»: «Die Partei» schiesst wieder scharf
Aktualisiert

«Ballermann-Initiative»«Die Partei» schiesst wieder scharf

«Inländerkriminalität» wird für «Die Partei – AO» immer mehr zum Problem. Doch die Truppe weiss eine Lösung: Ausländer in der Schweiz sollen bewaffnet werden.

von
phi

«Vollschuss? Aber hallo» und «Ballermann-Initiative: Ja» steht auf dem neuen Flugblatt der «Partei»: Die Initiative hat das «Waffenmonopol für Schweizer» ins Visier genommen und zielt nun darauf ab, Ausländer in den Kantonsgrenzen aufzurüsten. «Die Schweiz erlaubt es Greti und Pleti mit rotem Pass, umfangreiche Waffenarsenale anzulegen und zu benutzen: Tschanun, Leibacher, Kneubühl, Breivik – alle bekannten Amokläufer sind Schweizer oder Bürger sonstiger Nicht-EU-Staaten», begründet die Polit-Guerilla ihren Frontalangriff. Jetzt sollen Ausländer aufgerüstet werden.

Laut Partei-Presseerklärung gibt es zwingende Gründe für ihre «Ballermann-Initiative»: «Immer muss mit durchgeknallten Amokläufern, Zielwasser trinkenden Armbrustschützen und politisch motivierten Attentätern gerechnet werden.» Rechtzeitig zum Zürcher Knabenschiessen vom nächsten Montag verweisen die Verfasser darauf, dass sich in den «paramilitärischen Schützenvereinen unkontrollierbare Schweizer» sammeln würden. Für den 11. September kündigten die «Initianten» anlässlich des Knabenschiessens einen «Waffenlauf zum Albisgütli» an, um den Einheimischen ihren «Wehrwillen» zu demonstrieren.

Kontingente für CH-Waffenscheine

Die «Pogromstimmung» im Lande führe zu der Partei-Forderung nach einer «Bewaffnung der Volksdeutschen» - und zwar «zum Selbstschutz aller Einwanderer». Weil Deutsche in der helvetischen Statistik weniger Straftaten begehen als die Eidgenossen, wären sie die unabhängigsten und neutralsten Beschützer. «Deutsche sind de facto in der Opferrolle und müssen sich deshalb schützen. Mit der Ballermann-Initiative für gleichwertige Bewaffnung von Einwanderern können wir die unkontrollierte Gewaltanwendung stoppen und wieder selbst bestimmen, wer hier schiessen darf: nämlich wir.»

Für Schweizer Waffennarren will «Die Partei» deshalb nun «jährliche Höchstzahlen und Kontingente» einführen. Damit hat das Ironie-Kommando mal wieder den Vogel abgeschossen und einen Nerv getroffen. Dass diese Volksdeutschen-Vertretung ihren politischen Auftrag nicht ganz ernst meint, verrät ihr Zusatz «AO Schweiz»: Das AO steht für «Aufbau-Organisation» uns ist astreiner Nazi-Jargon, den so wohl nur Rechtsradikale in den Mund nehmen würden. Immer wieder hat «Die Partei» Schweizer Befindlichkeiten satirisch aufs Korn genommen wie zuletzt im April bei der «Stopp-Züritüütsch»-Kampagne.

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