Weesen SG: «Die Passantin hat der Frau das Leben gerettet»
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Weesen SG«Die Passantin hat der Frau das Leben gerettet»

Am Montag sah eine Passantin in Weesen SG etwas im Walensee schwimmen. Sie war sich erst nicht sicher, ob es sich um ein Stück Holz oder um eine Person handelt. Schliesslich alarmierte sie den Notruf und rettete so das Leben der Frau.

von
Jil Rietmann
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Am Montag fiel eine Stand-up-Paddlerin im Walensee vom Board. «Die Meldung ging bei uns um 18.05 Uhr ein. Es herrschte Wind und mittelstarker Wellengang auf dem See», sagt Andi Mang, Vize-Obmann der Seerettung Weesen SG.

Am Montag fiel eine Stand-up-Paddlerin im Walensee vom Board. «Die Meldung ging bei uns um 18.05 Uhr ein. Es herrschte Wind und mittelstarker Wellengang auf dem See», sagt Andi Mang, Vize-Obmann der Seerettung Weesen SG.

Andi Mang
Eine aufmerksame Passantin auf dem Seeweg Weesen-Mühlehorn war sich zunächst nicht sicher, ob es sich um ein Stück Holz oder eine «schwimmende» Person handelt. Nach einigem Zögern entschied sie sich, einen Notruf abzusetzen, heisst es im Einsatzbericht der Seerettung Weesen.

Eine aufmerksame Passantin auf dem Seeweg Weesen-Mühlehorn war sich zunächst nicht sicher, ob es sich um ein Stück Holz oder eine «schwimmende» Person handelt. Nach einigem Zögern entschied sie sich, einen Notruf abzusetzen, heisst es im Einsatzbericht der Seerettung Weesen.

Wikipedia/Caumasee
Die ausgerückte Seerettung Weesen konnte dank der Anweisungen der alarmierenden Person, die in Seenot geratene Stand-up-Paddlerin mitten im See schnell finden und bergen.

Die ausgerückte Seerettung Weesen konnte dank der Anweisungen der alarmierenden Person, die in Seenot geratene Stand-up-Paddlerin mitten im See schnell finden und bergen.

Andi Mang

Darum gehts

  • Am Montag musste eine Stand-up-Paddlerin aus dem Walensee SG geborgen werden.
  • Sie war mit einer Kollegin auf dem See, als Wind aufkam und sie sich verloren haben.
  • Eine Passantin erkannte etwas im Wasser und kontaktierte die Seerettung.
  • Die Seerettung fand die Person im Wasser schnell und konnte sie bergen.
  • Sie musste von der Ambulanz ins Spital gebracht werden.

«Die Meldung über eine vom Stand-up-Paddle gefallene Person ging bei uns am Montag um 18.05 Uhr ein. Es herrschte Wind und mittelstarker Wellengang auf dem See», sagt Andi Mang, Vize-Obmann der Seerettung Weesen SG. Eine aufmerksame Passantin auf dem Seeweg Weesen-Mühlehorn sei zunächst unsicher gewesen, ob es sich um ein Stück Holz oder eine «schwimmende» Person handelt. Nach einigem Zögern entschied sie sich, einen Notruf abzusetzen, heisst es im Einsatzbericht der Seerettung Weesen.

Die ausgerückte Seerettung Weesen konnte, dank der Anweisungen der alarmierenden Person, die in Seenot geratene Stand-up-Paddlerin mitten im See schnell finden und bergen. «Bei Wellengang ist es für uns extrem schwierig, eine Person im Wasser aus der Distanz ausfindig zu machen. Bei flachem See können wir mit dem Radar jede Ente auf dem See orten. Bei Wellengang ist dies jedoch nicht mehr möglich.» Kleinere Objekte, wie zum Beispiel ein menschlicher Kopf, sehe man dann auf dem Radarbild kaum mehr, da die Wellen dies verhinderten.

Leben gerettet

Die Stand-up-Paddlerin sei mit ihrer Kollegin auf dem See gewesen. Als der Wind aufkam, verloren sich die beiden aus den Augen. Die Kollegin konnte sich allein ans Ufer retten. Die geborgene Frau wurde durch die Seerettung erstbetreut und anschliessend für weitere Abklärungen durch die Ambulanz ins Spital gebracht. «Ich denke, die alarmierende Passantin hat der Stand-up-Paddlerin das Leben gerettet», so Mang. Ein paar Minuten später wäre die Sache wohl anders ausgegangen.

«Viele Leute kennen die Gesetze auf dem Wasser nicht und sind sich der Gefahren und Folgen nicht bewusst», sagt Mang. Das konnte auch am vergangenen Wochenende festgestellt werden. «Ein grosser Teil war ohne Schwimmweste unterwegs, und die Wassergefährte waren nicht angeschrieben. Wenn wir ein treibendes Brett auf dem See vorfinden und die zugehörige Person nicht ausfindig machen können, löst dies in der Regel eine grosse Suchaktion aus», sagt er.

Ausserhalb der inneren Uferzone von 150 Metern ist es bei Stand-up-Paddeln zudem Vorschrift, eine Schwimmhilfe oder besser eine Schwimmweste mitzuführen. Die Bretter müssen weiter mit Name und Adresse angeschrieben sein. «Eine Telefonnummer auf dem Brett ist im Ernstfall für die Einsatzkräfte ebenfalls sehr hilfreich.» Ausserdem dürfen Gummiboote die innere Uferzone nicht verlassen, trotzdem komme das immer wieder vor. «Dies ist sehr gefährlich, da plötzlich aufkommender Wind ein Gummiboot sehr schnell manövrierunfähig machen kann. Gerade auf dem Walensee sind solche plötzlich auftretenden Winde an der Tagesordnung», sagt Mang.

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