SCB: Die persönlichen Ziele stellt Höhener hintenan
Aktualisiert

SCBDie persönlichen Ziele stellt Höhener hintenan

Mit Martin Höhener erhält die SCB-Abwehr viel Routine. Der 31-jährige Zürcher zeigt sich vom Team in Bern beeindruckt.

von
Peter Berger
Dem 31-jährigen Zürcher Martin Höhener gefällt es beim SCB und in der Stadt Bern.

Dem 31-jährigen Zürcher Martin Höhener gefällt es beim SCB und in der Stadt Bern.

Nach vier Jahren in Genf kehrt Martin Höhener in die Deutschschweiz zurück. «Wenn der SC Bern anklopft, kann man nicht Nein sagen», begründet der Verteidiger den Wechsel in die Bundesstadt. Hier will Höhener vor allem mithelfen, dass das Team Erfolg hat. «Je älter man wird, desto mehr stehen die persönlichen Ziele hintenan.» Er gibt aber zu, dass er nach drei verlorenen Playoff-Finals gerne «einmal einen Kübel hochstemmen würde. Vielleicht ist dazu Bern meine letzte Chance».

Sportchef Sven Leuenberger verspricht sich von Höhener viel. «Martin ist eine ruhige Person und so spielt er auch. Er gerät nicht schnell in Panik.» Höhener bestreitet dies nicht, fügt aber an: «Ich weiss nicht, wie das sein wird, wenn dann 17 000 Zuschauer im Stadion sind.» Doch nach seinem Horrorunfall im Herbst 2008 kann ihn nicht mehr so schnell etwas erschüttern. Auf dem Weg zum Training wurde er auf dem Motorroller von einem Auto angefahren. Der Bruch eines Halswirbels und eine Lungenquetschung waren nur ein Teil der schweren Verletzungen. «Ich rede nicht gerne darüber. Aber ein solcher Unfall verändert das Leben. Ich lege mehr Wert auf Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Und ich schätze Sachen, die vorher einfach da waren.»

In Bern hat sich Höhener gut eingelebt, auch der Verlobten und den zwei kleinen Kindern gefalle es hier. Sportlich verlief die Integration ebenfalls gut. «Ich habe natürlich noch viel zu lernen», bleibt der Verteidiger bescheiden. «Schliesslich war ich jetzt unter Chris McSorley während vier Jahren in einem System verankert, das in der Schweiz wohl einzigartig ist.» Zudem sei der Konkurrenzkampf im Team stark. Er sei noch nie in einer Mannschaft mit so vielen starken Verteidigern gewesen. Deshalb hält Höhener fest: «Der SCB hat das beste Team der Schweiz. Jetzt gilt es, dies nur noch umzusetzen.»

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