Getestet: Die Playstation VR ist echt genial
Aktualisiert

GetestetDie Playstation VR ist echt genial

Mit Playstation VR sind Cyberbrillen für alle erschwinglich geworden. Grafisch nicht vollkommen, ist Sonys Brille dennoch die beste am Markt.

von
Ill-FiL

Gameredaktor Ill-FiL beim ersten Test der Verkaufsversion von Sony VR. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Seit drei Wochen ist Playstation VR erhältlich. Nach den ersten aufwühlenden Abenden im Cyberspace ist es für den Autor an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Und das fällt sehr positiv aus.

Denn im Unterschied zu den teureren PC-VR-Brillen (Oculus Rift, HTC Vive) ist Playstation VR enorm benutzerfreundlich und äusserst schnell installiert. Man braucht kein Computernerd zu sein, um im Handumdrehen erste Schritte im Cyberspace zu machen.

Trailer «VR Worlds»

Trailer zur Minigame-Sammlung für PS VR.

Trailer zu «VR Worlds». Die mit der PS VR ausgelieferte Sammlung an Demos und Minigames bietet einen guten Überblick über die Möglichkeiten von VR. (Video: Sony)

Preis und Installation

Eines der wohl schlagkräftigsten Argumente, sich für Playstation VR zu entscheiden, sind die relativ günstigen Beschaffungskosten. Hat man bereits eine Playstation zu Hause stehen, muss man nur noch das Headset für wenigstens knapp 480 Franken kaufen (nur Brille ohne Move-Controller im Lieferumfang enthalten). Zum Vergleich: Die Oculus Rift gibts für knapp 800 Franken, die HTC Vive kostet rund 900 Franken.

Wie es sich für eine auf Spielkonsolen basierende Technologie gehört, ist die Installation der PS VR sehr einfach. Sie funktioniert nach dem Plug-and-Play-Prinzip, sprich, man muss lediglich die Kabel richtig einstecken, und schon kanns losgehen.

Trailer «Playroom»

Video zur Minigame-Sammlung für PS VR.

Sonys «Playroom» ist eine Compilation von Minigames für die ganze Familie. (Video: Sony)

PS VR ist bequem

Sonys Headset trägt sich sehr bequem. Die Brille ist schnell über den Kopf gestülpt und an die Kopfform angepasst. Das Ganze dauert nicht viel länger als 30 Sekunden. So entstehen auch keine langen Wartezeiten, sollte man das Headset abwechselnd mit mehreren Spielern nutzen wollen. Auch an Brillenträger wurde gedacht: PS VR bietet zwischen Augen und Displays ausreichend Platz.

Kopfschmerzen

Bei allem Lob für die neue Cyberbrille, die tatsächlich das Potenzial hat, VR-Gaming salonfähig zu machen, weist PS VR doch noch ein, zwei Makel auf. Diese beziehen sich allerdings mehr auf die bisher erhältlichen Games und Demos beziehungsweise auf die Playstation selbst.

Da die PS4 nämlich in Sachen Rechenleistung nicht mit superschnellen Gaming-PCs mithalten kann, lässt die grafische Leistung von PS VR zu wünschen übrig. Das mag Grafik-Puristen zwar weniger stören, doch durch die niedrige Auflösung können auch hartgesottene Game-Nerds nach ein paar Stunden im virtuellen Raum Kopfweh bekommen – oder schlimmer. Der Autor verspürte nach vier aufeinanderfolgenden Abenden im Cyberspace eine Nacht lang ein dumpfes Pochen im Schädel.

«Headmaster»

Trailer zum Kopfball-Game für Playstation VR.

Kopfball statt Kopfweh: «Headmaster» ist eines der VR-Games, von denen einem nicht schlecht wird. (Video: Sony)

Geradeaus statt überallhin

Und auch die bisher erhältlichen Games und Demos sind noch nicht über jeden Zweifel erhaben. Auffällig ist momentan (noch), dass der Spieler den Blick bei fast allen Titeln hauptsächlich geradeausrichten muss. Obwohl man sich im virtuellen Raum jetzt ja eigentlich umsehen kann, muss man bei fast allen Spielen so gut wie immer nach vorne (also in Richtung Fernseher) gucken, um die Action zu erleben.

Hier sind vor allem die Entwickler gefordert. Sie müssen künftig Games kreieren, die den Spieler stärker animieren, auch mal auf die Seiten oder nach hinten zu gucken, um Aufgaben im Spiel zu meistern.

«Rigs»

Trailer zum ersten E-Sport-Titel für PS VR.

Trailer zum Mech-Shooter «Rigs». (Video: Sony)

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