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Schock auf Ibergeregg SZDie Polizei durchsucht Keller und Ställe

Eine Schiesserei zwischen der Polizei und einer Gruppe Verdächtiger fordert ein Todesopfer. Die Polizei durchsucht Häuser und Höfe. Dies berichten mehrere Anwohner.

von
Janko Skorup
Rickenbach

Szenen wie in einem Krimi: Am frühen Mittwochmorgen kam es auf der Ibergeregg oberhalb von Rickenbach SZ zu einer tödlichen Schiesserei. Etwa um 6.00 Uhr verfolgte die Polizei auf der Ibergereggstrasse ein Auto, schreibt der «Bote der Urschweiz». Im Bereich der Baustelle beim Restaurant «Windstock» soll es dann zu einer Schiesserei zwischen der Polizei und mehreren Personen gekommen sein. Ein Verdächtiger erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Ein zweiter Mann ist auf der Flucht. Gemäss unserem Reporter vor Ort durchkämmen schwer bewaffnete Polizisten derzeit das Gelände auf der Suche nach dem Flüchtigen. Auch ein Polizeihelikopter und Polizeisuchhunde sind im Einsatz.

Hier sucht die Polizei nach dem flüchtigen Täter (Video: Leser-Reporter)

«Ich mache mir Sorgen»

Dies bestätigt Louise Büeler. Sie wohnt an der Ibergereggstrasse gleich in der Nähe des Restaurants «Windstock». «Um 07.15 Uhr kamen die Polizisten zu mir und fragten, ob das Restaurant mir gehöre», sagt Büeler zu 20 Minuten Online. Zurzeit würden sich mehrere Beamte im Restaurant aufhalten. Von der Schiesserei selber hat Büeler nichts mitbekommen, sie beobachtete aber die Suchaktion der Polizei. «Hier jemanden zu suchen, ist schwierig», so Büeler. Der Wald sei gross und dicht. «Es ist ein komisches Gefühl, ich mache mir Sorgen, solange der Mann nicht gefasst ist.»

Mehrere Anwohner berichten, die Polizei habe mit Hunden Keller, Scheunen und Höfe durchsucht. Der Fahrer des Schulbuses hat die Kinder heute direkt vor die Haustüre gefahren, was normalerweise nicht gemacht wird.

So kontrolliert die Polizei die Autos in der Region

Bewohner von Rickenbach sagten dem Reporter vor Ort, sie hätten keine Angst, blieben aber zurzeit lieber zu Hause. Die Ortskundigen glauben aber nicht, dass der Gesuchte weit kommt. «Der Wald ist ziemlich unwegsam», so ein Mann. In der Region gibt es nur zwei Wanderwege und die Leute rechnen nicht damit, dass der Flüchtige dort unterwegs ist. Viele glauben: «Der versteckt sich irgendwo im Gelände.»

Polizei sucht nach 30- bis 35-Jährigem

Florian Grossmann, Mediensprecher der Kantonspolizei Schwyz, bestätigt, dass nach einem mutmasslichen Verbrecher gesucht wird. Ein Grossaufgebot stehe mit Hunden im Einsatz und werde von einem Helikopter unterstützt. Der Unbekannte werde wegen eines schweren Deliktes gesucht, das am Mittwoch um 6 Uhr verübt worden sei. Angaben dazu machte Grossmann nicht. Er führte dafür ermittlungstaktische Gründe an.

Der unbekannte Gesuchte ist 170 bis 175 cm gross und 30 bis 35 Jahre alt. Er hat kurzes, helles Haar und trägt eine dunkle Jacke. Er dürfte durchnässt und schmutzig sein. Personen, welche die gesuchte Person sehen oder gesehen haben, melden sich unverzüglich bei der Kantonspolizei Schwyz über Telefon 117.

Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die Ibergereggstrasse wurde komplett gesperrt. Die Ibergeregg gilt als Ski- und Wanderparadies und ist ein beliebtes Touristenziel.

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Mitarbeit: hit/meg/feb

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