Hanfschmuggel: Die Polizei fasste zwei grosse Fische
Aktualisiert

HanfschmuggelDie Polizei fasste zwei grosse Fische

Riesencoup der Kapo Freiburg: Ihr gingen zwei Mitglieder einer türkischen Drogenbande ins Netz, die tonnenweise Marihuana geschmuggelt und so Millionengeschäfte gemacht hatte.

von
Bigna Silberschmidt

Hauptverdächtiger ist ein 44-jähriger Schweizer türkischer Herkunft: Ihm wird vorgeworfen, massenhaft Cannabis-Säckchen von Freiburg nach Biel geschmuggelt zu haben, wo es in Hanfläden verkauft wurde.

Aufgeflogen ist der Drogendealer Anfang 2009 auf dem Genfer Flughafen, als er mit 140 000 Franken Bargeld – versteckt auf dem Körper und im Gepäck – ein Flugzeug in die Türkei besteigen wollte. Am selben Tag konnte auch ein Komplize (49), ebenfalls ein Schweizer türkischer Herkunft, in Freiburg gefasst werden. Die Polizei stellte danach bei Hausdurchsuchungen 140 Kilo Marihuana, ein Kilo Haschisch, Tausende Franken Bargeld sowie eine geladene Waffe sicher.

Bei den beiden Angeklagten handelt es sich laut dem Untersuchungsrichteramt um Mittelsmänner einer türkischen Drogenbande. Seit 2006 habe diese mit dem Hanfschmuggel in der Schweiz über 1,5 Millionen Franken umgesetzt und mehrere Hunderttausend Franken in die Türkei geschickt. Zudem hätten die Beschuldigten Verbindungen zu einer weiteren Bande, die tonnenweise Hanf aus Holland in die Schweiz transportiere. Der inhaftierte Hauptangeklagte und sein Komplize kommen voraussichtlich im Mai vor Gericht.

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