Aktualisiert 23.07.2016 10:52

Terror in MünchenDie Polizei warnte per Smartphone

Mit einem Handy-Warndienst wurden die Münchner aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben.

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Bitte zuhause bleiben: Das Warnsystem Katwarn warnte heute die Münchner davor, auf die Strasse zu gehen.

Bitte zuhause bleiben: Das Warnsystem Katwarn warnte heute die Münchner davor, auf die Strasse zu gehen.

www.katwarn.de
Polizisten durchsuchen einen Mann ausserhalb des Einkaufszentrums, wo es nach Schüssen Tote gab. (22. Juli 2016)

Polizisten durchsuchen einen Mann ausserhalb des Einkaufszentrums, wo es nach Schüssen Tote gab. (22. Juli 2016)

Joerg Koch/Getty Images
Ein gesperrter Eingang zum Hauptbahnhof. In München läuft eine grossangelegte Tätersuche.

Ein gesperrter Eingang zum Hauptbahnhof. In München läuft eine grossangelegte Tätersuche.

Keystone/Felix Hoerhager

Solange die Verantwortlichen der Schiesserei in München nicht gefasst sind, sollen die Einwohner der Stadt ihre Wohnungen nicht verlassen. Dazu ruft die Polizei auf. Auch Verkehrsteilnehmer von ausserhalb sollen nicht in die Stadt fahren.

Den Aufruf haben die Behörden über das Smartphone-Warnsystem Katwarn verbreitet. Seit 2011 können Bürger diesen Mobile-Warndienst freiwillig und kostenlos aktivieren – per SMS, E-Mail oder App. Die Meldungen können auch auf digitalen Werbeanzeigen eingeblendet werden. Die Nutzer von Katwarn geben bei der Registrierung ihre Postleitzahl an, das System kann die Warnungen so dorthin schicken, wo tatsächlich eine Gefahr droht.

Nach Schießerei in München: Polizei richtet telefonische Suchstelle für Vermisste ein

Heute Abend wurden zwei Warn-Meldungen auf Münchner Stadtgebiet sowie eine im weiteren Umkreis verschickt.

Überlastete Netze

Allerdings können SMS-Warndienste bei überlasteten Netzen zusammenbrechen. Deshalb setzen Alarmsysteme in anderen Ländern auf eine Technologie namens Cell Broadcast. Dabei werden Nachrichten zunächst an Sendemasten geschickt und von dort aus an die empfangsbereiten Geräte weitergeleitet, die sich in der Reichweite der Funkzelle befinden – theoretisch auch ohne Registrierung. So funktioniert die Alarmierung über Cell Broadcast auch bei überlasteten Netzen.

Offenbar fiel der Katwarn-Alarm heute tatsächlich zeitweise aus, wie Unternehmen und Twitter-User meldeten.

Übernommen von Tages-Anzeiger. Bearbeitet von 20 Minuten.

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