Kampf gegen Drogen: Die Polizisten aus Nigeria kommen wieder
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Kampf gegen DrogenDie Polizisten aus Nigeria kommen wieder

Die Zusammenarbeit zwischen der nigerianischen und der Schweizer Polizei wird wiederholt. Im nächsten Jahr werden Beamte aus Afrika die Kantone St. Gallen, Zürich, Schwyz und Tessin besuchen.

Polizeioffiziere aus Nigeria waren bereits einmal in der Schweiz. Hier bei der Zuger Polizei. (Bild: nop)

Polizeioffiziere aus Nigeria waren bereits einmal in der Schweiz. Hier bei der Zuger Polizei. (Bild: nop)

Nigerianische Polizisten werden in einem weiteren Pilotprojekt in die Schweiz kommen, um zusammen mit kantonalen Behörden den Drogenhandel zu bekämpfen. Die Polizeikooperation Schweiz-Nigeria wird weiter geführt.

Nach erfolgreichen Einsätzen im vergangenen Jahr wird das zweite Pilotprojekt bis Juli 2013 dauern, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Freitag mitteilte. Der Besuch der nigerianischen Polizisten ist Teil der Migrationspartnerschaft, welche die Schweiz und Nigeria im vergangenen Jahr abgeschlossen haben.

Im ersten Projekt machten die Stadtpolizei St. Gallen sowie die Kantonspolizeien Zug und Genf mit. Sie beherbergten jeweils zwei bis drei Kollegen aus Nigeria während zwei bis drei Wochen. Dabei gingen die Polizisten, die grösstenteils Nigerias Antidrogenagentur angehören, unter anderem gemeinsam auf Patrouille. Einbezogen war auch die Grenzwache.

Ziel der Besuche ist die Bekämpfung des Drogenhandels in der Schweiz, in den nigerianische Staatsangehörige involviert sind. Die nigerianischen Polizisten sollen die Schweizer Behörden etwa dabei unterstützen, die Geldflüsse im Hintergrund zu identifizieren und zu unterbinden.

Kompetent und professionell

In einer ersten Phase sei es aber vor allem darum gegangen, eine Arbeitsbeziehung mit den nigerianischen Behörden aufzubauen, sagte der Leiter der Task Force Nigeria im BFM, Marc Elsaesser, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das sei gelungen: Die nigerianischen Polizisten seien hoch kompetent gewesen, hätten sehr professionell gearbeitet und sich sehr interessiert gezeigt.

Nun gehe es in der zweiten Phase darum, die Zusammenarbeit zu vertiefen und auch erste Resultate - allenfalls sogar Festnahmen von Hintermännern - zu erreichen, sagte er. Nach heutigem Stand werden nigerianische Polizisten in die Kantone St. Gallen, Zürich, Schwyz und Tessin entsandt. Weitere Kantone können noch folgen. (sda)

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