Überfluss: Die Postfinance leidet an zu viel Geld

Aktualisiert

ÜberflussDie Postfinance leidet an zu viel Geld

Die Postfinance hat innert dreier Monate 15 Milliarden Franken an Neugeldern erhalten – Profit daraus ziehen kann sie aber kaum. Die Kantonalbanken weisen inzwischen sogar Kunden ab.

Der Rekordzufluss beschert der Post-Tochter derzeit vor allem Mehraufwand und Mehrausgaben in Form von Zinsen an die Kunden, wie der «Sonntag» berichtet. «Das ist ein Problem, das uns beschäftigt», sagt Mediensprecher Alex Josty.

Viele Anlageinstrumente wie zum Beispiel Bankanleihen stünden derzeit nicht mehr zur Verfügung. «Mangels Alternative investieren wir heute weniger lukrativ», so Josty. Das heisst: Die Post-Tochter wird sich mit weniger Gewinn und die Kunden mit weniger Zins begnügen müssen.

Auch die Kantonalbanken 2009 weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum an Neugeldern. Doch im Gegensatz zur Postfinance weisen einige Kantonalbanken Kunden ab. «Bei Kunden, die nicht am Aufbau einer langfristigen Kundschaftsbeziehung interessiert sind und grössere Geldbeträge bei der ZKB lediglich ‹zwischenparkieren› möchten, behält sich die Bank vor, diese Beträge zurückzuweisen», sagt ZKB-Sprecher Diego Widmer.

Deine Meinung