Indische Variante - Indische Variante ist schon seit Ende März in der Schweiz
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Indische VarianteIndische Variante ist schon seit Ende März in der Schweiz

Das Bundesamt für Gesundheit hat sich genauer zur indischen Coronavirus-Mutante geäussert, die nun auch in der Schweiz aufgetaucht ist: Die Probe der infizierten Person stamme aus dem Kanton Solothurn.

von
Marcel Urech
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Das Gebäude des Bundesamts für Gesundheit in Bern Liebefeld.
Foto: 20min/Simon Glauser

Das Gebäude des Bundesamts für Gesundheit in Bern Liebefeld.
Foto: 20min/Simon Glauser

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Die indische Coronavirus-Variante ist erstmals in der Schweiz aufgetaucht.

  • Die Probe der infizierten Person stammt laut dem BAG aus dem Kanton Solothurn.

  • Auch Deutschland hat reagiert und die Einreise aus Indien eingeschränkt.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat zur indischen Coronavirus-Mutante Stellung genommen, die nun auch den Weg in die Schweiz gefunden hat. Die Probe der infizierten Person stamme von Ende März und sei aus dem Kanton Solothurn. Es handle sich um eine Person, die über einen europäischen Transitflughafen in die Schweiz eingereist sei.

Man werde nun «sobald wie möglich» entscheiden, ob die Liste mit den Risikoländern aktualisiert werden müsse oder nicht. Der Grund, warum Indien womöglich auf der Liste lande, sei die schnelle Ausbreitung der Corona-Mutante im Land. Indien sei zudem bereits auf der Liste des SEM. Das bedeute, dass sowieso nur Schweizer Bürgerinnen oder Bürger oder Personen mit Aufenthaltstitel aus Indien einreisen dürfen.

Wie sich die indische Variante auf die Übertragbarkeit des Virus auswirke, sei ebenfalls noch unklar, sagt das BAG.

Deutschland stoppt Einreise aus Indien

In Deutschland gilt ab Montag ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen aus Indien. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Samstag aus Regierungskreisen. Ausnahmeregelungen gibt es für Deutsche und für Ausländer, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten. Auch sie müssen allerdings schon vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben.

Wenige Stunden vor der Entscheidung hatte Manfred Weber, der Fraktionschef der Evangelischen Volkspartei im Europaparlament, eine Einstellung des Flugverkehrs mit Indien gefordert. «Die indische Doppelvariante scheint sich schnell auszubreiten und die Situation dort droht ausser Kontrolle zu geraten», warnte er.

Um die Impfkampagne nicht zu gefährden, müsse der Reiseverkehr mit Indien deutlich eingeschränkt werden, zitiert die Funke Mediengruppe Deutschlands Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Laut DPA schaltete sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Sie habe dazu aufgerufen, vorsichtig zu sein. Deutschland hatte Indien am Freitag zwar als Hochrisikogebiet, nicht aber als Virusvariantengebiet eingestuft.

Strenge Regeln

Die Regeln für Virusvariantengebiete sind in Deutschland streng: Einreisende müssen für 14 Tage in Quarantäne ohne Verkürzungsmöglichkeit. Fluggesellschaften dürfen zudem bestimmte Personengruppen aus diesen Regionen nicht befördern. Das führt meist dazu, dass nur noch wenige Flüge angeboten werden.

In Indien verschärft sich die Corona-Lage zunehmend: Am Samstag wurde mit 2624 Todesfällen binnen 24 Stunden nach Behördenangaben ein neuer Höchststand erreicht. Die Zentralregierung war derweil bemüht, die völlig überlasteten Krankenhäuser mit zusätzlichem Sauerstoff zur künstlichen Beatmung von Covid-19-Patienten zu versorgen. Am Samstag wurden mehr als 340'000 Neuinfektionen gemeldet.

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(DPA)

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