Im Bodensee darf gebadet werden
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Wasserqualität im Bodensee«Die Proben sind eine Momentaufnahme»

Aufgrund des starken Niederschlags kann es zu Beeinträchtigungen der Wasserqualität im Bodensee kommen. Die Behörden geben aber Entwarnung. Es gäbe momentan überhaupt keine Anzeichen von Verschmutzung.

von
Leo Butie
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Wegen der starken Niederschläge kann die Badewasserqualität sinken. 

Wegen der starken Niederschläge kann die Badewasserqualität sinken.

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Dies war im Juni 2019 im deutschen Bodenseekreis der Fall.

Dies war im Juni 2019 im deutschen Bodenseekreis der Fall.

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Am 11. Juni wurde beispielsweise in Unteruhldingen (D) der Grenzwert für die Belastung mit E.Coli-Bakterien gleich um das Zehnfache überschritten.

Am 11. Juni wurde beispielsweise in Unteruhldingen (D) der Grenzwert für die Belastung mit E.Coli-Bakterien gleich um das Zehnfache überschritten.

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Darum gehts

  • Wegen starker Niederschläge kann die Badewasserqualität eingeschränkt werden.

  • Dies war 2019 im Bodenseekreis der Fall.

  • Gemäss den Schweizer Behörden muss man sich keine Sorgen machen.

  • Die Gewässerqualität werde regelmässig überprüft.

Wegen des anhaltenden Niederschlags ist es möglich, dass die Wasserqualität im Bodensee darunter leidet. Im Jahr 2019 kam es an gleich mehreren Orten im Bodenseekreis zu Überschreitungen der Grenzwerte der Keimbelastung, wie der «Südkurier» berichtet. In Unteruhldingen (D) wurde am 11. Juni 2019 der Grenzwert für die Belastung mit E.Coli-Bakterien gleich um das Zehnfache überschritten. Daten des Deutschen Wetterdienstes hatten gezeigt, dass es an den vorherigen Tagen stark geregnet hat. So waren 23 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel gefallen.

Im Jahr 2021 müsse man sich auf der Schweizer Uferseite des Bodensees keine Sorgen machen, wenn man ins Wasser steigt. «Die Wasserqualität ist momentan kein Problem für uns», sagt ein Mitarbeiter des Schwimmbads in Arbon TG. Es werden regelmässig Wasserproben gesammelt, um die Wasserqualität zu bestimmen.

Kantonschemiker geben Entwarnung

Auch im Strandbad Rorschach gibt es nach den starken Niederschlägen keine Hinweise auf eine Verschmutzung der Gewässer. «In Rorschach haben wir gar kein Problem», sagt Christian Schmuki, Betriebsleiter des Strandbads. Die Proben werden vom Kanton entnommen und überprüft.

Starke Niederschläge können sich sicherlich auf die Qualität des Badewassers auswirken, die sich nicht ständig überprüfen lässt. «Die Proben sind eine Momentaufnahme», sagt Christoph Spinner, Kantonschemiker des Kantons Thurgau. Durch den Kanton werden einmal monatlich Proben aus dem Bodensee untersucht. Das Wasser wird zudem, wenn möglich, während Schönwetterperioden kontrolliert. «Dann gehen die Leute auch eher baden», so Spinner. Es gäbe momentan keine Anzeichen, dass das Wasser bei den Badestellen verschmutzt wäre. «Die Wasserqualität ist sehr gut», sagt der Kantonschemiker.

Regelmässige Untersuchung der Proben

Nach Unwettern werden am Bodensee keine ausserordentlichen Messungen durchgeführt. «Wenn wir keine Anhaltspunkte dazu haben, gehen wir nicht an Gewässer und entnehmen Proben», sagt Pius Kölbener, Kantonschemiker des Kantons St. Gallen. Vom Bodensee gäbe es momentan keine entsprechenden Hinweise. Von drei ausgewählten und oft frequentierten Badestellen wird monatlich eine Probe entnommen.

Die Daten gehen an das Bundesamt für Umwelt und die europäische Umweltagentur. «Zur Überwachung werden alle drei Jahre Proben von den wichtigen Badestellen an Flüssen und Seen genommen und auf der Homepage des AVSV publiziert», so Kölbener. Grundsätzlich seien Seen wie der Bodensee nicht problematisch, wenn es um Keime im Wasser geht. «Fliessgewässer, wie beispielsweise die Sitter, sind da eher ein Problem.»

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