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Widmer-Schlumpf erzählt«Die Queen ist offen und herzlich»

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf erzählte im «House of Switzerland» über ihre Erlebnisse bei den Olympischen Spielen in London.

von
Klaus Zaugg
London

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf war an der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen 2012 am Freitagabend mit von der Partie. Am Samstag war sie beim Luftgewehrschiessen, beim Schwimmen und beim Strassenrennen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier hatte sie Gelegenheit, mit verschiedensten Staatsoberhäuptern zu plaudern. Sie sagt, sie habe unter anderem mit der brasilianischen Präsidentin, dem französischen Präsidenten, dem russischen Ministerpräsidenten, der dänischen Premierministern, britischen Ministern, der Queen, der Prinzessin von Kent, Prinz Charles und Michelle Obama gesprochen. Mit dem französischen Präsidenten habe sie zudem ein Treffen vereinbart.

Die charismatische Michelle Obama

Welche Persönlichkeit hat sie am stärksten beeindruckt? Unter den Gästen seien sehr viele charismatische Persönlichkeiten gewesen. Beeindruckt sei sie aber ganz besonders von Frau Obama. Von ihrer Herzlichkeit.

Und wie war das Treffen mit der Queen? «Ich hatte sie eigentlich sehr distanziert erwartet. Aber sie ist sehr offen und herzlich. Sie hat mich gleich gefragt, welche unserer Athleten die besten Chancen haben. Sie kennt Fabian Cancellara – und natürlich Roger Federer.»

Das Drama um Fabian Cancellara hat Widmer-Schlumpf am Samstag im Zielraum live miterlebt. Sie hoffe sehr, dass er das Zeitfahren am Mittwoch werde bestreiten können. «Aber zum Sport gehören Niederlagen.»

Emotionale Eröffnungsfeier

Das emotionalste Erlebnis war für die Bundespräsidentin der Einmarsch der Schweizer Delegation bei der Eröffnungsfeier gewesen. «In diesem Augenblick werden die Erwartungen und Hoffnungen, die wir auf unsere Sportlerinnen und Sportler setzen, spürbar.» Bei der Eröffnungsfeier habe sie diese Kombination aus Ernsthaftigkeit, Charme und Witz beeindruckt. Dazu seien wohl nur die Briten in der Lage.

Und welche Haltung nimmt sie nach diesem Olympischen Erlebnis zu den helvetischen Olympia-Plänen ein? Werden wir 2022 Olympische Winterspiele im Kanton Graubünden haben? «Wenn ich jetzt ja sage, dann heisst es: Natürlich, als Bündnerin will sie etwas für ihren Kanton tun. Wenn ich nein sage, können es die Bündner nicht verstehen. Ich bin eine Person, die gerne etwas riskiert. Aber Olympische Spiele müssen von der Bevölkerung getragen werden.» Das Volk werde bei den entsprechenden Abstimmungen über die Olympischen Spiele von 2022 entscheiden.

Die Bundespräsidentin fliegt am Sonntag um 09.00 Uhr in die Schweiz zurück und wird für die Eröffnungsfeier der Paralympics wieder nach London zurückkehren.

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