15.10.2020 16:31

Erstmals seit sieben MonatenDie Queen verlässt ihre Bubble – und besucht Labor wie im James-Bond-Film

Zusammen mit ihrem Enkelsohn besuchte Königin Elizabeth (94) das Labor für Verteidigungswissenschaft bei Salisbury. Dabei ging es um Spionageabwehr, das Coronavirus und den Giftstoff Nowitschok.

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Laborchef Gary Aitkenhead begrüsst Queen Elizabeth bei ihrer Ankunft im Defence Science and Technology Laboratory in Porton Down bei Salisbury. 

Laborchef Gary Aitkenhead begrüsst Queen Elizabeth bei ihrer Ankunft im Defence Science and Technology Laboratory in Porton Down bei Salisbury.

REUTERS
Ein Trost in unsicheren Zeiten: Die Queen wirkte in rosa Mantel, Hut und Perlenkette frisch und munter. 

Ein Trost in unsicheren Zeiten: Die Queen wirkte in rosa Mantel, Hut und Perlenkette frisch und munter.

Getty Images
Für den royalen Besuch wurde eigens eine Plakette angefertigt.

Für den royalen Besuch wurde eigens eine Plakette angefertigt.

Getty Images

Darum gehts

  • Die Queen hat erstmals seit sieben Monaten ihre königlichen Gemächer verlassen.

  • Mit ihrem Enkel besuchte sie ein Laboratorium für Verteidigungswissenschaft bei Salisbury.

  • Sie trafen Wissenschaftler, die über Spionageabwehr, Gift und das Coronavirus forschen.

  • Die Queen war am 9. März das letzte Mal in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Während der Corona-Epidemie liessen sich die Queen und ihr Gatte Philip nicht gross in der Öffentlichkeit blicken. Umso grösser ist die Aufregung unter den britischen Revolverblättern, als heute Elizabeth II. und ihr Enkel Prinz William bei Salisbury ein Labor für Verteidigungswissenschaft besuchten.

Es war das erste Mal, dass die 94-jährige Monarchin das Gelände von Windsor Castle verliess, wohin sie sich wegen der Corona-Epidemie sieben Monate lang zurück gezogen hatte. «HMS Bubble» nennen die Briten das personalreduzierte Windsor Castle mittlerweile. Hier hatte die Königin zuletzt im Juli Gäste empfangen: Captain Tom Moore war für seine Spendenaktion zum Ritter geschlagen worden.

Die Visite kann sich der Normalsterbliche wie einen Ausschnitt aus «James Bond» vorstellen. So zeigte das Labor der Queen laut «Daily Mail» die neusten Waffen und Taktiken in der Spionageabwehr, bevor sie sich mit Wissenschaftlern traf, die rund um das Coronavirus forschen. Zudem sei sie einer Gruppe vorgestellt worden, die sich mit dem Giftanschlag 2018 in Salisbury befasst.

Queen im Heli, William im Auto

Weitreichende Schutz- und Sicherheitsmassnahmen waren anlässlich des hohen Besuches angeordnet worden: Alle 49 Personen, die mit der Queen und William Kontakt haben sollten, wurden auf Covid-19 getestet. Eine Abstandsregel von 2 Metern wurde angeordnet, und die beiden Besucher trafen sogar getrennt in Salisbury ein: Die Queen landete mit dem Helikopter, William kam mit dem Wagen.

Die Freude der Briten, ihre Queen gesund und munter bei der Erfüllung ihrer königlichen Pflichten zu sehen, ist verständlich, immerhin war sie am 9. März zum Commonwealth Day in der Westminster Abbey das letzte Mal öffentlich aufgetreten.

Coronavirus

London verschärft die Regeln

Angesichts rapide steigender Infektionszahlen dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr treffen, wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bekannt gab. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt.

«Niemand möchte weitere Einschränkungen, aber dies ist notwendig, um die Londoner zu schützen», sagte Khan. Es werde ein «schwieriger Winter» für die Hauptstadt mit ihren rund neun Millionen Einwohnern. Draussen sind weiterhin Treffen mit bis zu sechs Personen erlaubt.

Mit den neuen Massnahmen rutscht die Hauptstadt in dem dreistufigen Warnsystem Englands in die zweithöchste Stufe. Etliche Londoner Bezirke hatten in den vergangenen Tagen die Schwelle von 100 Corona-Fällen pro 100’000 Einwohnern überschritten.

Khan sprach sich – wie zuvor schon Oppositionsführer Keir Starmer und mehrere Gesundheitsberater – für einen nationalen Lockdown von wenigen Wochen aus, um die Epidemie effektiver einzudämmen. Premier Boris Johnson hält jedoch bisher an seinem regionalen Stufensystem fest. (sda)

(gux)

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17 Kommentare
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Pink

15.10.2020, 19:18

Immer noch eine hübsche Dame geniesst ihren Enkel,und das mache ich auch,

Fox

15.10.2020, 18:21

Und trotz Riesen Masken, steckt sich das Umfeld von Biden an... Komisch

Censored

15.10.2020, 17:54

Salisbury ist ein gutes Album von Uriah Heep.