17.06.2020 06:30

ÜberschwemmungDas Dorfzentrum von Gunten ist voller Geröll, Schlamm und Schwemmholz

Weite Teile der Schweiz wurden am Mittwochmorgen von heftigem Regen heimgesucht. Beim Thunersee ist ein Bach über die Ufer getreten.

So sah es am Mittwochmorgen in Guten aus.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • In Gunten trat ein Bach über die Ufer
  • Dieser führte Unmengen an Geröll, Schlamm und Schwemmholz ins Dorf
  • Die für den Verkehr wichtige Strasse ist derzeit nicht befahrbar

Starkregen sorgt am Mittwochmorgen mancherorts in der Schweiz für Überschwemmungen. Prekär war die Lage im bernischen Gunten am Thunersee (Gemeinde Sigriswil), wie das Video einer Leser-Reporterin zeigt. «Das Dorfzentrum steht unter Wasser. Alles ist voll Schlamm und Schwemmholz», berichtete die Anwohnerin. Ganze Baumstämme seien durchs Dorf und Richtung See getrieben. Die Seestrasse sei teilweise komplett überflutet und unbefahrbar gewesen – auch zu Fuss habe es kaum ein Durchkommen gegeben.

Gemäss der Frau hat es ab 5 Uhr in der Früh stark geregnet, kurz darauf sei ein Bach über die Ufer getreten. Container seien davongeschwemmt worden und Autos hoch im Wasser gestanden. «So etwas hat man hier noch nie erlebt», erzählt die Frau.

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Die Seestrasse in Gunten BE ist nach der Überschwemmung nicht mehr befahrbar.

Die Seestrasse in Gunten BE ist nach der Überschwemmung nicht mehr befahrbar.

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Die Strasse ist voller Geröll, Schlamm und Schwemmholz.

Die Strasse ist voller Geröll, Schlamm und Schwemmholz.

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Gemäss der Feuerwehr ist unklar, wie lange die Aufräumarbeiten dauern werden.

Gemäss der Feuerwehr ist unklar, wie lange die Aufräumarbeiten dauern werden.

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Zahlreiche überflutete Keller

Laut Thomas Dreyer von der Feuerwehr Sigriswil haben die heftigen Regenfälle dazu geführt, dass das örtliche Eybächli über die Ufer trat und viel Schutt und Geröll hinunter ins Dorf gespült wurde. «Wir versuchen nun, das Wasser zurück in den Bachlauf zu bringen», sagte der Kommandant, der zuständig ist für das Gebiet Gunten, Merligen und Sigriswil. Gleichzeitig errichtete die Seepolizei eine Schwemmholzsperre auf dem See. Dreyer rechnet mit zahlreichen überfluteten Kellern und Garagen. Wie hoch der Sachschaden ist, könne er noch nicht abschätzen: «Viele der Autos sehen nicht gut aus.»

Feuerwehrkommandant Thomas Dreyer erklärt die Situation vor Ort.

Video: sul

Strassen voller Geröll

Die Kantonspolizei registrierte am Mittwoch rund 30 Meldungen im Zusammenhang mit dem Unwetter. «Die meisten kamen aus der Region Gunten und betrafen Wassereinbrüche in Häuser», so Sprecherin Isabelle Wüthrich. Personen sind keine zu Schaden gekommen.

Gegen Mittag gelang es der Feuerwehr schliesslich das Dorfzentrum vom Wasser zu befreien. «Dort wo das Wasser weg ist, kommt die Verwüstung zum Vorschein», erzählt die Leser-Reporterin. Die Seestrasse, eine wichtige Verkehrsachse für das ganze Thuner Seeufer, ist übersät mit Geröll, Schlamm und Schwemmholz. Der zuständige Strasseninspektor des Kantons Bern geht davon aus, dass «der ÖV ab zirka 17 Uhr wieder die Strasse benutzen kann». Zwischen 20 und 21 Uhr werde die Strasse voraussichtlich für den Individualverkehr freigegeben. Derzeit steht ebenfalls eine Umleitung bereit.

So sieht es im Dorfzentrum aus, nachdem das Wasser abgeflossen ist.

Video: Privat

Kräftiger und stationärer Regen

Laut Stefan Scherer, Meteorologe bei der Meteonews AG, war die Region Thunersee in den frühen Morgenstunden von Starkregen betroffen: «Die kräftigen Niederschläge waren intensiv und sehr stationär.» 30 Millimeter wurden zwischen 5 und 9 Uhr in der Messstaion in Thun gemessen. An wenigen Orten der Schweiz war die Messzahl noch höher. So wurden in Lausanne 49 Millimeter, in Plaffeien FR 47 Millimeter und in Gösgen SO 41 Millimeter gemessen.

(S. Ulrich, C. Holzer)

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219 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Pool

18.06.2020, 17:34

Die armen Leute mit einem Swimmingpool:‘(

Obi

17.06.2020, 10:14

Buchtip;Die Erde rechnet ab Der Klimawandel steht uns nicht bevor, er ist bereits da.

My Pp is incredible small but

17.06.2020, 10:07

Lmao es wird berichtet, dass es Schäden durch Hochwasser gab, nirgends steht dass das Geld nicht reicht um Hilfe zu leisten und trotzdem heulen alle rum, dass die Schweiz international halt nicht wie der grösste Huso dastehen will. Diese Leute hier man, kannst du dir nicht ausdenken...