Exzentrische Sportart: Die Raser mit dem Mäher
Aktualisiert

Exzentrische SportartDie Raser mit dem Mäher

35 Teams massen sich am Wochenende im britischen Sussex in einer typisch britischen Erfindung: Dem Rasenmäherrennen. We are very amused!

von
mba/kmo

(Video: AP-Television/mba)

Der englische Rasen ist weltberühmt. Entsprechend vernarrt müssen die Briten in ihre Rasenmäher sein. So sehr, dass sie 1973 kurzerhand eine Sportart mit dem Gartenwerkzeug erfunden haben: das Lawnmower Racing.

Das wohl extremste Rennen ist dasjenige von Sussex. Es startet um sieben Uhr abends und dauert bis um sieben Uhr am nächsten Morgen. Gewonnen hat, wer nach den zwölf Stunden die meisten Runden geschafft hat. Die Teams bestehen daher aus drei Leuten, die sich abwechseln. Trotzdem sind die Fahrer nach dem holprigen Rennen völlig erschöpft.

Dabei sein ist alles

Boxenstopp zum Putzen

Gestartet wird mit einem Spurt wie damals in Le Mans: Wer zuerst beim Fahrzeug ist, fährt als Erster los. Wie bei den Formel-1-Rennen gibts auch beim Rasenmäherrennen eine Boxengasse für kleine Reparaturen und um zu tanken. Und um den Dreck zu entfernen, der die Geräte zu blockieren droht. Denn bereits nach wenigen Runden verwandelt sich die Rennstrecke in ein Sumpfgelände. Die anfänglich rund 80 km/h werden am Schluss nicht mehr annähernd erreicht.

Gewonnen hat übrigens Team Nummer 41 «Who's Racing» mit 362 Runden. Dean Fuller, einer der Fahrer, war überglücklich: «Ich versuche seit acht Jahren, dieses Rennen zu gewinnen. Das ist die Krönung der Saison.»

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