Aktualisiert 31.01.2009 05:43

USA

Die Republikaner wählen «ihren» Obama

Die Republikanische Partei versucht offensichtlich, das demokratische Erfolgsrezept zu kopieren: Zum ersten Mal wählten ihre Mitglieder mit Michael Steele einen Schwarzen an die Spitze der Partei.

Die Mitglieder der Republikanischen Partei bestimmten am Freitag in Washington den ehemaligen Vize-Gouverneur von Maryland, Michael Steele, zu ihrem neuen Parteichef. Sie stehen offensichtlich noch ganz unter dem Eindruck der Niederlagen bei den Wahlen in November gegen die Demokraten.

Der frühere stellvertretende Gouverneur von Maryland setze sich in sechs Abstimmungsrunden gegen den bisherigen Amtsinhaber und drei weitere Konkurrenten durch. Steele galt dabei als Aussenseiter, da er bislang nicht dem Parteikomitee angehörte. Er nehme die Wahl mit «Demut und Pflichtgefühl» an, sagte Steele nach dem entscheidenden letzten Wahldurchgang.

Eine der Hauptaufgaben des Parteivorsitzenden ist das Sammeln von Spenden für die Partei. Die Republikaner von Ex-Präsident George W. Bush hatten am 4. November das Weisse Haus an den Demokraten Barack Obama verloren. Auch in den beiden Kammern des US-Kongresses sind sie in der Minderheit. (sda)

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