Trinkbrunnen: Die Riklins lassen Schoggi aus der Wand fliessen
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TrinkbrunnenDie Riklins lassen Schoggi aus der Wand fliessen

Die St. Galler Künstlerbrüder Riklin haben in Zürich einen speziellen «Trinkbrunnen» lanciert.

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Die Ostschweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vor dem kostenlosen "Trinkbrunnen" in Zürich-Leutschenbach. (Bild: zvg)

Die Ostschweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vor dem kostenlosen "Trinkbrunnen" in Zürich-Leutschenbach. (Bild: zvg)

«Früher war ein Brunnen stets Mittel- und Treffpunkt eines Dorfes. Wir haben den Brunnen nun neu interpretiert», sagen die Brüder Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben. Bei ihrem Trinkbrunnen in Zürich-Leutschenbach fliesst kostenlos per Knopfdruck Schokolade, Kaffee, Tee oder sogar Bouillon aus der Wand. «Der Brunnen ist das zentrale Element einer Social-Urban-Zone», so die Ostschweizer Konzeptkünstler.

Ziel einer Social-Urban-Zone ist die Aufwertung öffentlicher Plätze und Räume. «Es sollen Orte entstehen, an denen sich unterschiedliche Menschen treffen und ins Gespräch kommen», so die 40-Jährigen. Die Aktion findet im Rahmen eines Kunst- und Bauprojekts der Baugenossenschaft «mehr als wohnen» statt.

Über 12000 Becher verbraucht

Die Bilanz nach 207 Tagen fällt positiv aus. Seit Beginn sind über 12000 Becher verbraucht worden und über 1800 Liter geflossen. Der Output ist auf fünf Getränke pro Stunde limitiert. Wird dies überschritten, ist die Quelle blockiert. «Durch die Begrenzung wird verhindert, dass aus reinem Blödsinn einfach gedrückt wird», so die St. Galler. Ab heute starten nun die «Sprudelwochen», das Kontingent wird erhöht.

Vielleicht wird auch die Ostschweiz bald in den Genuss von Getränken aus der Wand kommen. Die Riklins möchten ihren Trinkbrunnen nämlich dereinst der Stadt St.Gallen schenken.

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