US-Verteidigungsminister – «Die Russen machen militärische Fehler und haben mit Logistikproblemen zu kämpfen»
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US-Verteidigungsminister«Die Russen machen militärische Fehler und haben mit Logistikproblemen zu kämpfen»

Nach Einschätzung des US-Verteidigungsministers Lloyd Austin sind die russischen Streitkräfte in der Ukraine deutlich langsamer vorangekommen als geplant war. Er sieht verschiedene Fehltritte in der Durchführung der Invasion.

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Gemäss US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wollten die russischen Truppen sehr schnell die ukrainische Hauptstadt Kiew einnehmen.

Gemäss US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wollten die russischen Truppen sehr schnell die ukrainische Hauptstadt Kiew einnehmen.

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Er sieht taktische Fehler seitens der Russen als Grund für dieses verpasste Ziel.

Er sieht taktische Fehler seitens der Russen als Grund für dieses verpasste Ziel.

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Auch logistische Probleme machen den russischen Truppen zu schaffen, so Austin im CNN-Exklusivinterview.

Auch logistische Probleme machen den russischen Truppen zu schaffen, so Austin im CNN-Exklusivinterview.

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Darum gehts

Das russische Militär hat nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin taktische Fehler in der Ukraine gemacht. Es habe eine «Reihe von Fehltritten» gegeben, sagte Austin am Freitag in einem Interview des US-Senders CNN während seiner Reise nach Bulgarien. Die russischen Soldaten seien in der Ukraine nicht so schnell vorangekommen, wie sie sich das vorgestellt hätten.

«Gibt vieles, das wir erwartet haben, aber einfach nicht sehen»

«Sie hatten sich vorgestellt, dass sie schnell vorankommen und sehr schnell die Hauptstadt einnehmen würden, aber sie waren nicht in der Lage, das zu tun», sagte Austin. Er gehe ausserdem davon aus, dass die Russen taktische Informationen nicht gut einsetzen würden. Auch die Zusammenarbeit der Luft- und Bodenstreitkräfte sei nicht gut. «Es gibt also eine Reihe von Dingen, die wir erwartet hätten, die wir aber einfach nicht gesehen haben.»

Auch logistische Probleme machen den russischen Truppen zu schaffen, so Austin im CNN-Exklusivinterview.  Viele Annahmen, mit denen die Russen offenkundig in den Krieg gezogen seien, hätten sich wohl nicht bewahrheitet.

Kaum Fortschritte beim Vorstoss auf Kiew

Aus dem Pentagon heisst es immer wieder, dass das russische Militär in der Ukraine kaum Fortschritte mache. Nördlich und nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew würden die russischen Soldaten weiter keine «nennenswerten Vorstösse» auf die Stadt machen, sagte ein hoher US-Verteidigungsbeamter. Auch östlich von Kiew beobachte man keine Bewegung. Das Pentagon gehe davon aus, dass der ukrainische Luftraum weiter umkämpft ist und die Russen nicht die Oberhand gewonnen haben.

Zur Rolle, die China im Ukraine-Krieg spielen wird, wollte Verteidigungsminister Austin nicht spekulieren. «Ich hoffe, dass China diesen verabscheuungswürdigen Akt Putins nicht unterstützt wird und ich hoffe, dass sie die Notwendigkeit anerkennen, souveränes Territorium zu respektieren», sagte er CNN. 

(DPA/bre)

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