Aktualisiert 31.05.2015 06:41

Grasen am GleisDie SBB-Schafe sind fleissig wie die Bienen

Bis zu 22 Stunden dauern die Arbeitsschichten der SBB-Schafe. Zu Besuch bei der Herde in Liestal.

von
mf

Rund 80 Schafe stehen bei den SBB für die Böschungspflege im Einsatz. (Video: Michael Fischer)

Tagein tagaus stehen zwei Schafherden im Einsatz für die Böschungspflege entlang von Schweizer Bahngleisen – gesamthaft rund 80 Schafe der gefährdeten Rasse der Skudden. Immer mit Bedacht, sorgsam und abgesehen von vereinzelten «Mäh»-Rufen auch geräuscharm.

Die SBB setzen die Tiere insbesondere bei für Maschinen schwierig zugänglichen Böschungen ein oder solchen, die in Naturschutzgebieten liegen. So wird gleichzeitig sichergestellt, dass dort allenfalls lebende Kleintiere wie Salamander nicht dem Mäher zum Opfer fallen.

Gefährlich ist die Arbeit in Gleisnähe für die Schafe nicht. Stets trennt sie eine Lärmschutzwand oder ein Zaun von den durchfahrenden Zügen. Auch deren Durchfahrtslärm stört die Tiere nicht. Nach getaner Arbeit – rund alle zehn Tage – ziehen die Herden jeweils weiter und pflegen neue Parzellen.

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