«Die Schläger kamen aus dem Restaurant Cheers»
Aktualisiert

«Die Schläger kamen aus dem Restaurant Cheers»

Der Anschlag auf das Restaurant Cheers scheint ein Racheakt gewesen zu sein. Die unbekannte Täterschaft wollte damit gegen «rechtsextreme Übergriffe» protestieren.

Der Geschäftsleiter Jürg Imfeld dementierte die Anschuldigung, sein Lokal sei ein Treffpunkt für «rechtsradikale» Gäste. Gestern meldete sich ein Betroffener bei 20 Minuten. «Ich muss Herrn Jürg Imfeld widersprechen», sagte Peter* und schilderte sogleich einen Vorfall: Zusammen mit drei Kolleginnen war er letzte Woche vom Bahnhof Richtung Kasernenplatz unterwegs. Noch im Bahnhof seien diese Schlägertypen in schwarzen Bomberjacken vor ihnen marschiert und hätten sich per Handy erkundigt, ob ihre Kollegen bereits im Cheers seien.

Auf der Höhe der Hauptpost kam es dann zu den Übergriffen. «Einer riss mich zu Boden und verpasste mir einen Schlag ins Gesicht und Fusstritte.» Die rund 15 bis 20 Typen, darunter zwei Frauen, hätten geschrien: «Verpisst euch!» Beim Kasernenplatz hatte sie die Gruppe wieder eingeholt und bedroht. «Da bin ich davongerannt und habe die Polizei angerufen, die sofort einen Streifenwagen schickte.» Der Vorfall ist der Polizei bekannt und registriert. «Es sind bisher keine Anzeigen eingegangen,» sagt Pikettoffizier Christian Bünter. Beim Vandalenakt entstand ein Sachschaden von 1500 Franken. Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet.

(sam)

* Name geändert

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