Aktualisiert 12.05.2012 09:48

No-Go im CVDie schlimmsten Sünden bei der Bewerbung

Zigmal beworben und nur Absagen erhalten? Oft liegt es nicht an der mangelnden Qualifikation, sondern am falschen Stil der eigenen Bewerbung.

von
Elisabeth Rizzi

Wer sich für eine Stelle bewirbt, muss mit seinem Dossier das anvisierte Unternehmen überzeugen. Erst wenn es in das Ablagefach der für ein Vorstellungsgespräch Einzuladenden wandert, geht es einen Schritt weiter. Doch schon bei diesem Schritt scheitern viele. Jede fünfte Bewerbung enthält Rechtschreibe- oder Tipp­fehler – ein Killerkriterium. Genauso schlimm ist es auch, sich im Ton zu vergreifen. In einer Umfrage bei 260 Personalverantwortlichen schaffte es «Unangemessene Sprache/Jargon» nach den Schreib­patzern auf Platz zwei der Bewerbungstodsünden. «SMS-Sprache mit halben Sätzen oder Abkürzungen wie ‹mfg› gehen gar nicht», findet Nicola Fielder von dem Personalmanagementanbieter Lee Hecht Harrison.

Doch auch wer es besonders gut machen will, ist nicht vor unangemessener Sprache gefeit. Personalverantwortliche reagieren nämlich genauso allergisch auf komplizierte, verschachtelte Sätze und vage Ausdrücke wie «würde», «könnte», «vielleicht» oder sonstige stereo­typische Floskeln.

Nicht nur das Bewerbungsschreiben ist tückisch. Im Lebenslauf unangemessen sind zudem auch Ausdrücke wie etwa «arbeitslos» oder «stellensuchend». «Ebenso sollte man niemals auf eine Entlassung oder

Reorganisation hinweisen», erklärt Fielder. Besser kämen aktive und klare Formulierungen an – am besten auch Aussagen, die dem Arbeitgeber schmeicheln. Hierzu rät Fielder, die Webseiten der jeweiligen Firmen zu konsultieren oder sich bei Kollegen zu informieren. Gut wirke schliesslich auch eine aktive Aufforderung zu einem Treffen mit persönlichen Kontaktangaben.

So klappt es mit der Bewerbung

 Vermeiden Sie grammatikalische Fehler und vage Formulierungen.  

Erklären Sie, wie Ihre eigenen Qualifikationen zum Anforderungsprofil passen, und unterstreichen Sie Ihre Motivation.

Benützen Sie lieber eine zu formelle als eine zu saloppe Sprache. 

Lassen Sie Ihr Dossier von jemandem gegenlesen. 

Machen Sie Aussagen, die dem Arbeitgeber schmeicheln. 

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