Ski WM: «Die Schmerzen sind erträglich»
Aktualisiert

Ski WM«Die Schmerzen sind erträglich»

Auch Didier Cuche (36) äusserte sich gestern zu seiner Lage. Mit flotten Sprüchen, trotz seines Daumenbruchs.

von
Marcel Allemann aus Deutschland

Didier Cuche, wie haben Sie sich den Daumen gebrochen?

Didier Cuche: Ich habe mit der Hand an einer Stange eingehängt. Vermutlich ist der Daumen dabei kaputtgegangen. Danach hat es mich allerdings noch durch die Luft gewirbelt. Deshalb bin ich froh, dass ich nur den Daumen gebrochen habe, denn ich habe mir auch das Knie angeschlagen und bin auf dem Rücken gelandet. Und wenn ich sehe, was mit Benni Raich geschehen ist, bin ich froh, dass ich im Riesenslalom am Start sein kann.

Wie haben Sie sich unter diesen Voraussetzungen auf das Rennen vorbereitet?

Ich habe den Tag damit verbracht, meinen Schutz zu testen und zu schauen, wo ich noch etwas anpassen kann, damit ich genug Bewegungsfreiheit habe. Die Schmerzen sind erträglich. Klar, der Schlag an die Tore ist schmerzhaft, aber ich werde auf die Zähne beissen.

Wie sehen Sie Ihre Chancen?

Die Chancen auf eine Medaille waren schon zuvor geringer als in der Abfahrt und sind nun noch kleiner. Aber solange es eine Chance gibt, muss man versuchen, diese zu packen. Gold wird schwierig, aber Bronze liegt möglicherweise drin. Und wenn dies der Fall wäre, dann bräuchte der Doktor, der mich am Samstag in Zürich operieren wird, für mich keine Narkose.

Zuletzt haben sich enorm viele Fahrer verletzt. Muss man etwas am Material ändern?

In meinem Fall ist es so, dass die Daumen zu schwach sind. Die Material-Diskussion ist sehr komplex, eine Lösung lässt sich da auf die Schnelle nicht finden. Aber man darf bei der Ski-Taillierung sicher nicht noch weiter gehen, als man jetzt ist.

Deine Meinung