Aktualisiert 19.11.2007 21:22

«Die Schmerzgrenze ist bereits überschritten»

Dominik Biedermann, Direktor der Stiftung Ethos, nimmt gegenüber 20 Minuten Stellung zum Thema Managerlöhne.

Ist Managern die öffentliche Meinung bezüglich Abzockerlöhnen egal?

Dominik Biedermann: Es handelt sich bei den Zahlen um die Löhne 2006. Ich nehme an, dass die Saläre 2007 nicht mehr so stark ansteigen werden. Vor allem im Finanzsektor erwarten wir im Investmentbereich Anpassungen gegen unten.

Haben wir die Schmerzgrenze erreicht?

Dominik Biedermann: Hauptsächlich in der Finanz- und in der Pharmabranche ist diese bereits überschritten. Zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn in einer Firma sollte die Differenz nicht grösser als Faktor 100 sein.

Was muss passieren, damit der Anstieg aufhört?

Dominik Biedermann: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Selbstregulierung bei den Löhnen nicht funktioniert. Die Aktionäre müssten deshalb das Recht erhalten, konsultativ über Lohnberichte abstimmen zu können. Auch wenn die Abstimmung nicht bindend ist, hat das Signalwirkung gegenüber dem Management. In England funktionert das gut.

gal

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