Aktualisiert 16.02.2005 00:12

Die Schneefälle stürzten Bern ins Verkehrschaos

Auf Berns Strassen brach gestern das Chaos aus: Ein Bus rutschte auf ein Trottoir und verletzte einen Mann. Insgesamt gab es rund 40 Unfälle und Staus ohne Ende.

Zum schwersten Unfall kam es gestern Morgen in der Stadt Bern: Ein Bernmobil-Gelenkbus rutschte von der Zieglerstrasse aufs Trottoir und rammte einen 30-jährigen Fussgänger. Dieser wurde gegen einen Container gedrückt und erlitt Beckenfrakturen. Die Sanität lieferte den Mann ins Spital ein.

Im Grossraum Bern knallte es insgesamt rund 40 Mal – in den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. In Burgistein schlitterte eine Frau in einen Baum und wurde schwer verletzt. In der Region Biel–Berner Jura mussten der Ligerztunnel und die Schlucht von Court für längere Zeit gesperrt werden. Vor allem Lastwagen gerieten hier in Schwierigkeiten.

«Unser Telefon läutete Sturm», so BE1-Moderator Simon Moser zum Radiomorgen. Pro Stunde wurden bis zu zehn Staus vermeldet. «Es schneite voll in den Pendlerverkehr rein – das Chaos war perfekt», sagt Kurt Lüchinger vom Autobahnwerkhof Bern. Im Wankdorfdreieck dauerten die massiven Staus rund zwei Stunden. Erschwerend war, dass die verärgerten Autofahrer den Strassenräumern nicht Platz machten: «Wir wurden zum Teil aufs Übelste beschimpft», klagt Lüchinger.

Denise Schneitter

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