US-Team steht: Die schöne Danica muss warten
Aktualisiert

US-Team stehtDie schöne Danica muss warten

Es ist amtlich: Mit USF1 fährt 2010 ein Team aus den Vereinigten Staaten um die Formel-1-WM mit. Ob mit Danica Patrick erstmals seit 1992 wieder eine Frau an den Start gehen wird, bleibt unklar.

von
Sandro Compagno

Seit 58 Jahren existiert die Formel 1 und seit 58 Jahren haben Frauen da­rin ihren Platz: als lebende Kühler­figuren in der Startaufstellung, als Hostessen im VIP-Bereich oder als mitfiebernde Freundinnen, Verlobte und Ehefrauen in den Boxen.

Von den fünf Fahrerinnen, die an einem GP-Wochenende ans Steuer eines Formel-1-Renners gelassen wurden, holte allein die Italienerin Lella Lombardi einen halben WM-Punkt. 1975 fuhr sie beim vorzeitig abgebrochenen GP in Barcelona auf Platz 6. Die letzte Frau in der Formel 1, Giovanna Amati, versuchte sich 1992 dreimal vergeblich für einen GP zu qualifizieren. Danach durfte wohl noch die eine oder andere Fahrerin einen F1-Boliden steuern – aber das waren eher PR-Aktionen denn ernsthafte Tests: 2002 kurvte die Amerikanerin Sarah Fisher vor dem GP in Indianapolis mit einem McLaren über den Kurs, und 2005 knallte die Britin Catherine Legge mit einem Minardi in Vallelunga (It) in eine Mauer.

Danica Patrick ist, spätestens, seit sie 2008 ein Rennen der IndyCar-Serie gewann, ein stetiges Formel-1-Gerücht. Kommt mit USF1 die Chance der schönen 26-Jährigen? An der gestrigen Medienkonferenz hielten sich Teamchef Ken Anderson und Sport­direktor Peter Windsor bedeckt. Man sei auf dem amerikanischen Markt in alle Richtungen offen.

Die Gerüchteküche wird also noch Monate köcheln. Neben Patrick ist der wohl klangvollste der herumgebotenen Namen jener von Marco Andretti. Der in der IndyCar-Serie tätige 21-Jährige ist der Enkel von Mario Andretti, dem Weltmeister von 1978.

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