05.09.2020 18:00

Die schönsten Autos an der Passione Engadina

Fast alle Auto-Events sind 2020 der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Die Passione Engadina fand aber statt. Und wieder trafen sich einige der schönsten Classic Cars der letzten Jahrzehnte in St. Moritz.

von
Michael Lusk / A&W Verlag
5.9.2020

Als die Passione Engadina 2012 zum ersten Mal stattfand, ahnte noch niemand, wie gross die Rallye einmal werden sollte. Acht Jahre später pilgerten Ende August wieder knapp 100 Teams nach St. Moritz, um gemeinsam auf eine Rallye mit etlichen Sonderprüfungen durchs Bündnerland zu gehen und sich miteinander zu messen. Darunter auch Promis wie Rennfahrerin Simona De Silvestro oder die ehemaligen F1-Piloten Nick Heidfeld und Ivan Capelli.

Den grössten Konkurrenten haben Veranstalter Paolo Spalluto und sein Team aber schon vor dem Startschuss zum ersten Meter gebodigt. Dass die Veranstaltung angesichts der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden konnte, ist dem ausgefeilten Sicherheitskonzept zu verdanken, welches das Organisationskomitee auf die Beine gestellt hat. Selbst beim Apéro im noblen Kulm-Hotel galt Maskenpflicht, zahlreiche Helfer achteten darauf, dass die Abstände eingehalten wurden und sogar die Teilnehmerfahrzeuge wurden über Nacht desinfiziert.

Am Sonntag nach der Rallye können Besucher die Oldtimer im Kulm Country Club aus nächster Nähe bewundern.

Am Sonntag nach der Rallye können Besucher die Oldtimer im Kulm Country Club aus nächster Nähe bewundern.

Michael Lusk
Das Publikum am Concours d’Elegance kürte diesen Ferrari 275 GTB Allow Long Nose zum schönsten Auto des Events.

Das Publikum am Concours d’Elegance kürte diesen Ferrari 275 GTB Allow Long Nose zum schönsten Auto des Events.

Michael Lusk
Corona warf zwar ein Auge auf die Passione Engadin, konnte die Teilnehmer wie hier im Lamborghini Countach nicht aufhalten.

Corona warf zwar ein Auge auf die Passione Engadin, konnte die Teilnehmer wie hier im Lamborghini Countach nicht aufhalten.

Michael Lusk

Aston Martin als Ehrengast

Vielleicht lag es ja auch ein bisschen an der Aura von James Bond, die dieses Jahr über St. Moritz wehte. Denn während in früheren Jahren stets eine italienische Marke Ehrengast der Passione Engadina war, nahm 2020 Aston Martin diese Rolle ein. Immerhin waren auch einige Zagato-Sonderversionen dabei, deren Blechkleid vom berühmten italienischen Karosseriebauer entworfen wurde. Und natürlich durfte das berühmteste Modell der Briten, der DB5 aus dem Filmklassiker Goldfinger, nicht fehlen. Aber auch zahlreiche andere Modelle der Traditionsmarke machten sich am Samstag auf die über 220 Kilometer lange Julius-Bär-Rallye quer durch Graubünden.

Concours verlangte alles ab

Dabei verlangten nicht nur die zahlreichen Sonderprüfungen und die Steigungen den Fahrzeugen und Teilnehmern alles ab, sondern auch das Wetter. Während beim Start morgens in St. Moritz noch strahlender Sonnenschein herrschte, goss es am Nachmittag auf dem Flüelapass wie aus Kübeln. So waren am Sonntag auf dem Flugplatz und anschliessend am Concours nicht mehr alle dabei. Aber spätestens nächstes Jahr, wenn die Passione Engadina ihren zehnten Geburtstag feiert, werden die meisten wiederkommen. Denn wer einmal die Leidenschaft gepackt hat, kommt vom Virus Klassiker nicht mehr los.

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8 Kommentare
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Phil Krill

06.09.2020, 05:44

... und warum werden im Bericht die schönsten Oldtimer nicht gezeigt? ...

Bianchi

06.09.2020, 03:18

Was ist schon schön an so einem umweltbelastendem Blechhaufen?