Zürich: Die Schule beginnt eine Woche später
Aktualisiert

ZürichDie Schule beginnt eine Woche später

Weil die Lehrer eine Weiterbildung besuchen, wird der städtische Schulstart um eine Woche verschoben: Die Kinder werden mit Kursen beschäftigt.

von
David Torcasso

So lange dauerten die Sommerferien für die Stadtzürcher Schulkinder noch nie: Anfang nächster Woche müssen nämlich nur die Lehrer wieder die Schulbank drücken – für eine Weiterbildung zum neuen Volksschulgesetz. Die Kinder dürfen noch eine Woche länger freiwillig Plauschkurse besuchen.

Einigen Eltern stösst das sauer auf: «Während dieser Woche geht Lernstoff verloren», sagt Rolf Wolfensberger von der Vereinigung der Elternorganisationen in der Stadt Zürich. Er hoffe, diesen könne man innert nützlicher Frist nachholen. Marc Caprez, Sprecher des Schuldepartements, beruhigt: «Die Angst gewisser Eltern vor Bildungslücken ist unbegründet.» Die Lehrer hätten den Lernplan dementsprechend angepasst.

Zudem würden die Schüler auch bei den Ferienaktivitäten allerhand lernen: Dort erhalten sie einen Einblick in das Igelzentrum Zürich, können beim Aufbau des Circolino Pipistrello mitwirken, einen Kurzfilm drehen oder einen Abenteuertag mit Huskys im Muotatal erleben. Obwohl die Kurse alle kostenpflichtig sind, ist die Nachfrage gross: «Viele Eltern müssen ab nächster Woche wieder arbeiten und sind froh, wenn ihre Sprösslinge versorgt sind», sagt Caprez.

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