Schutz vor Krieg – Die Schweiz bestätigt die Ankunft der ersten Flüchtenden aus der Ukraine

Aktualisiert

Schutz vor KriegDie Schweiz bestätigt die Ankunft der ersten Flüchtenden aus der Ukraine

Seit Kriegsbeginn sind Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer aus ihrer Heimat geflohen. Nun bestätigt auch die Schweiz, dass erste Flüchtende hierzulande angekommen sind.

von
Noah Knüsel
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Hunderttausende Menschen aus der Ukraine suchen Schutz vor dem Krieg. (Polen)

Hunderttausende Menschen aus der Ukraine suchen Schutz vor dem Krieg. (Polen)

imago images/Christian Thiel
Bis Dienstag waren nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 874’000 Menschen  aus dem Land geflohen. (Polen).

Bis Dienstag waren nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 874’000 Menschen  aus dem Land geflohen. (Polen).

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Die Zahl könnte also bald auf eine Million ansteigen. (Polen).

Die Zahl könnte also bald auf eine Million ansteigen. (Polen).

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Darum gehts

Seit dem russischen Angriff auf ihr Land suchen mittlerweile Hunderttausende Menschen aus der Ukraine  Schutz vor dem Krieg. Bis Dienstag waren nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 874’000 Menschen  aus dem Land geflohen. Die Zahl könnte also bald auf eine Million ansteigen.

Mehr als die Hälfte der Flüchtenden befindet sich den Angaben des UN-Flüchtlingswerks UNHCR zufolge in Polen. Rund 454’000 Menschen aus der Ukraine suchten demnach dort Schutz. An zweiter Stelle folgt Ungarn mit rund 116’000 aufgenommenen Flüchtenden, dann Moldau mit 79’000, die Slowakei mit 67’000 und Rumänien mit 45’000. Rund 70’000 Menschen seien zudem in andere europäische Staaten weitergereist.

Nun meldet auch die Schweiz die Ankunft der ersten Menschen aus dem Kriegsgebiet. «Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat erste Einreisen von ukrainischen Staatsangehörigen festgestellt und handelt gemäss den erleichterten Einreiseregeln des Staatssekretariats für Migration (SEM). Das BAZG beobachtet die Lage aufmerksam und steht mit den internationalen, nationalen und kantonalen Behörden in einem engen Austausch», heisst es auf Anfrage von 20 Minuten.

Solidarität ist gross

Justizministerin Karin Keller-Sutter hat an der Medienkonferenz zu den Russland-Sanktionen mitgeteilt, dass die Schweiz sich mit Flüchtenden aus der Ukraine «grosszügig und unkompliziert» zeigen werde. Die SBB hat daraufhin bestätigt, dass Menschen aus der Ukraine die Transportmittel bis auf Weiteres gratis benutzen dürfen. 

Die Schweizer Bewegung Campax ruft die Bevölkerung auf, Flüchtende für die Zeit der Not bei sich zu Hause aufzunehmen. «Es ist Zeit, dass auch wir in der Schweiz unseren Teil leisten und helfen, die Leiden der Kriegsfolgen zu lindern», heisst es in einer Mitteilung am Montag. Wie es beim  Staatssekretariat für Migration SEM auf Anfrage heisst, können sich Ukrainerinnen und Ukrainer mit biometrischen Pässen visumsfrei 90 Tage lang im Schengen-Raum aufhalten. «Während dieser Zeit ist eine private Unterkunft ohne Weiteres möglich», sagt Sprecherin Anne Césard.


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