Aktualisiert 05.03.2004 06:42

Die Schweiz - Ein einig Volk von Patrioten

Die Schweiz schwelgt «in einem neuen Patriotismus»: Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer sind stolz auf ihre Nationalität.

Die meisten glauben auch an die bessere Qualität von einheimischen Produkten und Dienstleistungen.

Ein positives Image geniessen auch die Schweizer Firmen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Studie des Forschungsinstituts GfS-Zürich ergab: Die Hälfte der Befragten glauben, dass die Pharma-, Uhren- und Metallindustrie, die Nestlé, Swiss und die Grossbanken einen besseren Ruf geniessen als andere Unternehmen.

Entsprechend geben fast zwei Drittel der Befragten an, Schweizer Produkten den Vorzug zu geben. Noch mehr sind gar bereit, dafür mehr zu bezahlen. 70 Prozent der Befragten glauben auch, dass die Schweiz im Trend liegt oder trendy ist.

Bei so viel «Swissness» überrascht es nicht, dass sich nicht einmal ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer vorstellen kann, in einem anderen Land zu leben. Besonders geschätzt werden die politische Stabilität, die Landschaft und die Sauberkeit. Hoch oben in der Rangliste figuriert auch das Schweizer Sozialsystem.

Die Studie zeige ein Phänomen, das mit einem «neuen Patriotismus» umschrieben werden könne, schreibt GfS. Dieser dürfe aber nicht mit dem poltitischen Rechtsrutsch in Verbindung gebracht werden: Allgemein werde der Begriff Patriotismus positiv bewertet.

Besonders bei der jüngeren Generation sprenge er die weltanschaulichen Grenzen und habe anders als noch in den siebziger Jahren nichts mehr mit einem rechts/links-Schema zu tun.

Das Forschungsinstitut GfS-Zürich hat im November und Dezember 2003 im Auftrag der Fluggesellschaft Swiss 1006 Personen aus allen Landesteilen und zu den Themen «Swiss made» und «neuer Patriotismus» befragt.

(sda)

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