Historischer Schritt: Die Schweiz eröffnet Botschaft in Burma
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Historischer SchrittDie Schweiz eröffnet Botschaft in Burma

Beim ersten offiziellen Besuch eines Bundesrats in Burma eröffnet Didier Burkhalter in dem südostasiatischen Land eine Schweizer Botschaft. Zuvor traf er Aung San Su Kyi.

Die Schweiz hofft, mit der Eröffnung der Schweizer Botschaft am Samstag in Burma die Reformen im Land zu unterstützen, gleichzeitig aber auch die Investitionsmöglichkeiten für Schweizer Firmen fördern zu können. Das sagte der neue Schweizer Botschafter in Burma, Christoph Burgener, gegenüber Schweizer Radio DRS.

«Ich sehe es als eine sehr wichtige Aufgabe der Schweizer Botschaft, dass wir die Schweizer Exportunternehmen unterstützen und in Burma positionieren können. Das ist unsere Aufgabe», sagte Burgener in der Sendung «HeuteMorgen».

Burma mit seinen 60 Millionen Einwohnern habe einen «enormen Nachholbedarf für Investitionen und Konsumgüter». Die Rahmenbedingungen für ausländische Investoren seien aber noch wenig stabil. Die Schweiz könne der burmesischen Regierung helfen, die Rechtssicherheit im Land zu verbessern.

Ratschläge für Schweizer Unternehmen

Es werde bald ein neues Gesetz dazu erlassen. Die Schweizer Botschaft in Rangun werde dieses analysieren und dann den interessierten Schweizer Unternehmen entsprechende Ratschläge erteilen.

Die Reformen hin zu mehr Demokratie in Burma seien «ein Frühlingserwachen». «Wir müssen und wollen die Reformkräfte im Land unterstützen», sagte Burgener. Die Schweiz werde deshalb der Regierung, aber auch den Parlamentsmitgliedern und den ethnischen Minderheiten helfen, diesen Reformkurs voranzutreiben.

Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter ist zur Eröffnung der Botschaft in Rangun nach Burma gereist. Er weiht diese morgen Samstag ein. Burkhalter hält sich bis Sonntag in dem Land auf. Er soll dabei auch mit dem burmesischen Präsidenten Thein Sein und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zusammentreffen. (sda)

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