Fast zwei Millionen: Die Schweiz hat so viele Grippe-Impfdosen wie noch nie
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Fast zwei MillionenDie Schweiz hat so viele Grippe-Impfdosen wie noch nie

Das BAG berichtet von einer höheren Nachfrage nach Impfungen gegen die saisonale Grippe. Die Schweiz hat entsprechend mehr Impfdosen bestellt.

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Wer sich impfen lassen will, muss dies aber bis zum Beginn der Grippewelle tun.

Wer sich impfen lassen will, muss dies aber bis zum Beginn der Grippewelle tun.

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In der Schweiz steht dieses Jahr eine rekordhohe Zahl von 1,95 Millionen Grippeimpfdosen zur Verfügung.

In der Schweiz steht dieses Jahr eine rekordhohe Zahl von 1,95 Millionen Grippeimpfdosen zur Verfügung.

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Aufgrund der deutlich höheren Nachfrage in diesem Jahr habe der Bund bei den Herstellern die Lieferung von mehreren Hunderttausend zusätzlichen Impfdosen vereinbart.

Aufgrund der deutlich höheren Nachfrage in diesem Jahr habe der Bund bei den Herstellern die Lieferung von mehreren Hunderttausend zusätzlichen Impfdosen vereinbart.

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Darum gehts

  • Die Grippewelle steht vor der Tür.

  • In der Schweiz herrscht laut BAG eine besonders grosse Nachfrage nach Grippeimpfungen.

  • Insgesamt bestellte die Schweiz 1,95 Millionen Dosen Grippeimpfstoff. Im vergangenen Jahr waren es 1,18 Millionen und 2018 1,13 Millionen gewesen.

In der Schweiz steht dieses Jahr eine rekordhohe Zahl von 1,95 Millionen Grippeimpfdosen zur Verfügung. Es besteht laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) auch eine deutlich höhere Nachfrage nach Impfungen gegen die saisonale Grippe als in den Vorjahren.

Derzeit zirkulieren hierzulande noch keine saisonalen Grippeviren. Die Grippewelle beginnt in der Schweiz in der Regel meistens erst im Januar. Wer sich impfen lassen will, muss dies aber bis zum Beginn der Grippewelle tun.

Genaue Zahlen zur Nachfrage in der Schweiz gebe es nicht, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beim BAG. Aufgrund der deutlich höheren Nachfrage in diesem Jahr habe der Bund bei den Herstellern die Lieferung von mehreren Hunderttausend zusätzlichen Impfdosen vereinbart.

Insgesamt bestellte die Schweiz 1,95 Millionen Dosen Grippeimpfstoff. Im vergangenen Jahr waren es 1,18 Millionen und 2018 1,13 Millionen gewesen.

Lokale Engpässe möglich

Dieses Jahr werden die Grippeimpfdosen laut BAG gestaffelt und über einen längeren Zeitraum hinweg ausgeliefert. Daher könnten während der Impfsaison aufgrund der grossen Nachfrage in der Schweiz und in ganz Europa vorübergehend lokale Engpässe entstehen.

Bereits vor Ende Oktober wurde denn auch bekannt, dass im Tessin eine erste Ladung an Grippeimpfdosen bereits aufgebraucht war.

Laut BAG sind Ende November oder Anfang Dezember bei den Impfstellen die meisten zusätzlichen Dosen eingetroffen. Das BAG empfiehlt weiterhin eine Grippeimpfung bei Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko und deren engen Kontaktpersonen. In zweiter Linie könnten sich auch andere Personen impfen lassen, die sich gegen Grippe schützen wollen.

Auch bei einer Grippeimpfung im Dezember bleibe noch genügend Zeit, damit das körpereigene Immunsystem einen Impfschutz aufbauen kann.

Das BAG bestätigte zudem, dass international mehrere Fälle von gleichzeitigen Grippe- und Covid-19-Erkrankungen beobachtet wurden. Wie häufig dies vorkomme, sei aber bislang unbekannt. Schwere Fälle würden in der Schweiz in den Spitälern erfasst.

(SDA)

Deine Meinung

62 Kommentare
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B. Kerzenmacher

06.12.2020, 19:28

Wenn Schweden nicht die meisten Covid-Tote in Europa hat, dann nur deshalb, weil es da oben in Skandinavien recht fern der ersten europäischen Hotspots in Norditalien, Spanien und Mitteleuropa liegt, viel Meer und kaum Nachbarländer um sich herum hat und dünn besiedelt ist. Von seiner geografischen Lage hat es noch etwas profitieren können bzw. das Fiasko mildern können. In Mitteleuropa gelegen, dicht besiedelt, hätte ein schwedischer Weg in die absolute Katastrophe geführt. Die vorteilhafte Lage der nordeuropäischen Länder lässt sich klar aus der Statistik ersehen. Von allen europäischen Länder liegen die nordeuropäischen Länder, ausser Schweden, nach Covid-Toten am besten da.

Waldmensch

06.12.2020, 15:22

Es liegt in der Natur der Sache und es regelt sich selbst. Einige Genvariationen sind anfälliger, andere nicht. So läuft das auf der Welt. Und bedenkt, wir alle tragen einen Teilvirus in der DNA, und nur deshalb gibts das Leben wie es heute ist. Wir sind alle zum Sterben geboren.

Unsinn

05.12.2020, 12:41

Die Wahrscheinlichkeit sich mit Grippe anzustecken ist noch geringer als in den Vorjahren. Wer sich als Gesunder impft, ist echt verrückt. Die setzen sich dem Risiko von Impfschäden wie Autoimmunkrankheiten / Nervenschäden aus.