Die Schweiz im Schnee
Aktualisiert

Die Schweiz im Schnee

Unmittelbar nach dem astronomischen Frühlingsanfang ist die Ostschweiz noch einmal richtig eingeschneit worden. Die Behörden warnten vor Spaziergängen in den Wäldern. Auf den Strassen kam es nur vereinzelt zu Schleuderunfällen.

Am meisten Neuschnee wurde mit 30 bis 40 Zentimetern im Kanton St. Gallen gemessen, wie Meteorologe Manfred Wiedmer von MeteoSchweiz sagte. In der Zentralschweiz wurden seit Beginn des Schneefalls am (gestrigen) Dienstag rund 30 Zentimeter registriert, in den übrigen Alpen rund zehn bis 20 Zentimeter. Am Alpennordhang auf über 2.000 Metern beträgt die gesamte Schneedecke nun für die Jahreszeit eher überdurchschnittliche zwei Meter, wie Benjamin Zweifel, Lawinenprognostiker am Davoser Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), sagte. Dort betrug der Schneezuwachs auf Mittwoch 40 bis 60 Zentimeter.

Im nördlichen Wallis, am Alpennordhang, im Nord- und Mittelbünden sowie in der Silvretta und in Samnaun bestand erhebliche Lawinengefahr. Weiter südlich wurde deutlich weniger Neuschnee gemessen. Zweifel bezeichnete die Wetterlage wegen der komplexen Tiefdrucklage im Osten als eher aussergewöhnlich.

Mit den winterlichen Strassenverhältnissen kamen die Autofahrer offenbar recht gut zurecht. Im Kanton Appenzell-Ausserrhoden ereigneten sich am Dienstagabend zwar fünf Verkehrsunfälle, Menschen wurden aber keine verletzt, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Bei weiteren Unfällen am Mittwochmorgen gab es einen Verletzten. Zudem stürzten mehrere Bäume und Äste auf Fahrbahnen und Autos. Die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen warnte wegen den unerwarteten Nassschneemengen vor dem Betreten von Wäldern. Es bestehe die Gefahr von herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen. (dapd)

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