28.07.2017 08:08

Klassisch bezahlen

Die Schweiz ist eine Bargeld-Nation

Koffer voller Banknoten haben ausgedient. Viele Transaktionen werden heute online getätigt. Trotzdem setzen gerade Schweizer im internationalen Vergleich immer noch gern auf Bargeld.

von
kwo
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Die Bedeutung von Kreditkarten in der Schweiz nimmt zu. Das zeigt eine Umfrage von Marketagent.com.

Die Bedeutung von Kreditkarten in der Schweiz nimmt zu. Das zeigt eine Umfrage von Marketagent.com.

AP/Jochen Krause
Viele Menschen mögen aber nach wie vor auch das klassische Bargeld.

Viele Menschen mögen aber nach wie vor auch das klassische Bargeld.

Keystone/Christian Beutler
Weil Bargeld so beliebt ist, stiess auch die Präsentation des neuen 20er-Nötlis bei den Schweizern auf grosses Interesse. Im Bild: SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg und Thomas Wiedmer, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums.

Weil Bargeld so beliebt ist, stiess auch die Präsentation des neuen 20er-Nötlis bei den Schweizern auf grosses Interesse. Im Bild: SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg und Thomas Wiedmer, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums.

Keystone/Anthony Anex

Ob im Geschäft oder bei Überweisungen: Die meisten Transaktionen im Handel verlaufen heutzutage digital. Trotzdem ziehen viele Menschen es vor, mit klassischem Bargeld zu bezahlen. Dabei zeigen sich allerdings grosse Unterschiede zwischen den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt. Einige setzen noch deutlich stärker auf Bargeld als andere, wie ein Vergleich von Vexcash.com zeigt.

Für diesen wurde der Wert des Bargelds im Umlauf von 20 Währungen ermittelt und in Bezug zum BIP der jeweiligen Währungsregion gesetzt. Das Beispiel Euro zeigt: Der Gesamtwert aller Euro-Banknoten liegt bei rund 1,11 Billionen Euro. Der Euro-Raum hat ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 10,73 Billionen Euro. Der Anteil des Bargeldes an der Wirtschaftsleistung entspricht somit 10,34 Prozent.

Tiefe Werte bei den Skandinaviern

Beim US-Dollar liegt der entsprechende Wert bei 8,37 Prozent, in der Schweiz liegt der Wert bei 11,17 Prozent. Die Schwedische Krone misst umgekehrt mit einer Quote von 1,24 Prozent den geringsten Wert der Untersuchung. Überhaupt, so zeigt die Untersuchung, sind die Skandinavier die grössten Bargeldmuffel weltweit. So beträgt die Quote bei den Norwegern 1,38 Prozent, bei den Dänen 3,29 Prozent und bei den Isländern 3,32 Prozent.

Die Währungsmitglieder des südafrikanischen Rand (Südafrika, Lesotho und Namibia) führen mit 29,16 Prozent ihrer gesamtwirtschaftlichen Leistung in Form von Bargeld die Tabelle an. Erstaunlicherweise setzen auch die Japaner mit dem Yen noch auf Cash und führen mit umgerechnet rund 858 Milliarden Euro in Bargeld knapp 22 Prozent ihres BIPs in Nötli und Münzen. Mit etwas Abstand belegt der Hongkong-Dollar mit einem Anteil von rund 17 Prozent den drittstärksten Platz.

Wie komme ich zu Feriengeld?

Gerade in der aktuellen Ferienzeit kommen Reisende somit nicht darum herum, sich für den Trip ins Ausland mit ausländischem Bargeld einzudecken. Wie man am günstigsten zu Fremdwährungen kommt und wie man in den Ferien am besten bezahlen sollte, hat 20 Minuten in einem eigenen Artikel erklärt. Wichtigste Regel: Bei grossen Hauptwährungen wie beim Dollar, beim Euro oder beim Pfund gilt die Faustregel, dass es sich meist lohnt, diese bereits in der Schweiz zu wechseln.

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