«Die Schweiz muss mit einer Stimme sprechen»
Aktualisiert

«Die Schweiz muss mit einer Stimme sprechen»

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat zur Eröffnung der jährlichen Botschafterkonferenz für eine bessere Koordination der Schweizer Aussenpolitik plädiert.

Zudem beruhigte sie das diplomatische Corps in Hinblick auf die Sparmassnahmen.

In der Ära der Globalisierung gebe es kaum mehr Gebiete, die von der «Internationalisierung» verschont blieben, sagte die Schweizer Aussenministerin in ihrer Eröffnungsrede. In diesem Kontext müsse die Schweiz mit einer Stimme sprechen. Darum müsse die Kohärenz zwischen Aussenpolitik und sektorieller Politik gesichert sein.

Innenpolitisch erwähnte sie die laufenden Verbesserungen bei der Koordination zwischen der Zentrale in Bern und dem diplomatischen Netz im Ausland. Bezüglich der finanziellen und personellen Auswirkungen, welche diese verbesserte Koordination mit sich bringt, versuchte sie, das diplomatische Corps zu beruhigen.

Benachteiligungen vermeiden

Zum neuen Lohnausweis im Kanton Bern sagte sie, dass sie sich darum bemühe, Kompensationen zu finden, damit das Personal, das im Ausland arbeitet, nicht benachteiligt werde.

Der seit 2007 gültige Lohnausweis hat zur Folge, dass Lohnnebenleistungen, die besonders im Ausland ins Gewicht fallen, nicht im gleichen Mass von den Steuern abgezogen werden können wie bisher.

Calmy-Rey hielt ihre Rede vor Botschaftern, Generalkonsuln und Leitern der Kooperationsbüros der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Unter ihnen befand sich die designierte Botschafterin in Argentinien, Carla Del Ponte, derzeit noch UNO-Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien.

(sda)

Deine Meinung