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Handball-EMSchweiz geht gegen Schweden unter

Die Schweiz startet in die Handball-EM mit einer klaren 21:34-Niederlage gegen Gastgeber Schweden. Zum Schluss wurden die Schweizer vorgeführt.

von
Adrian Hunziker
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Die Schweiz verlor ihr erstes EM-Spiel seit 14 Jahren deutlich 21:34 gegen Schweden.

Die Schweiz verlor ihr erstes EM-Spiel seit 14 Jahren deutlich 21:34 gegen Schweden.

Keystone/Ennio Leanza
Zu Beginn konnten die Schweizer gut mithalten.

Zu Beginn konnten die Schweizer gut mithalten.

kein Anbieter/EPA/Bjorn Larsson Rosvall
Doch dann kam es zum Bruch, Trainer Michael Suter musste umstellen.

Doch dann kam es zum Bruch, Trainer Michael Suter musste umstellen.

Keystone/Ennio Leanza

Nein, es war kein Debakel für das Schweizer Nationalteam. Auch wenn die Schweden in den letzten Minuten die Schweiz klar distanzierten und ein 21:34 resultierte. Das Resultat täuscht darüber hinweg, dass die Mannschaft von Trainer Michael Suter gute Ansätze zeigte und teilweise mit dem Favoriten mithalten konnte.

Es war das erste EM-Spiel seit 14 Jahren für die Schweiz. Von Nervosität war zu Beginn nicht viel zu spüren, die Schweiz startete gut, lag bis zum 3:2 vorne. Doch dann war plötzlich Schluss, ein Bruch. War es doch Nervosität oder zu viel Respekt vor dem Gegner? Denn in der Folge machte die Nationalmannschaft zu viele Fehler, war zu ungeduldig, nutze ihre Chancen nicht.

Viel riskiert und dafür bestraft

Suter stellte um, ja, musste etwas ändern. Die Schweizer spielten fortan mit 7 gegen 6 Feldspieler, ohne Goalie, eine Spezialität der Schweiz. Doch die Schweden standen hinten kompakt und konnten schnell umschalten, zig Male warfen sie aufs leere Tor –und trafen dieses zumeist auch.

Ein klares Zeichen, dass die Schweden in der ersten Halbzeit weit überlegen waren, war, dass ihr Star Lukas Nilsson erst nach 25 Minuten beim Stand von 16:10 ins Spiel eingriff. Und so musste die Schweiz mit dem 13:20 zur Pause noch zufrieden sein. Ein Grund, warum es für die Schweiz nicht lief, war, dass Andy Schmid, der wichtigste Spieler im Schweizer Team, sich nicht so entfalten konnte, wie gewünscht. Der 36-Jährige machte nur zwei Tore in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Hälfte kam etwas Hoffnung auf, denn die Schweizer agierten wieder mutiger, pushten sich, kamen bis auf fünf Treffer heran. Doch das reichte nicht, die Schweden liefen nie Gefahr, das Spiel zu verlieren. Sie standen hinten zu gut und nutzen ihre Chancen konsequent. Gegen Ende setzten die Skandinavier ihre Ersatzspieler ein – und zauberten. Bei den Schweizern war die Luft raus, sie konnten nicht mehr mithalten, vergaben Chance um Chance und wurden vorgeführt.

Nun müssen sich die Schweizer sammeln, denn am Sonntag geht es mit der Partie gegen Polen bereits weiter. Am Dienstag folgt das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien. Die Slowenen bezwangen ebenfalls am Freitag die Polen 26:23.

Schweden - Schweiz 34:21 (20:13) Göteborg. – 11'000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Marin/Garcia Serradilla (ESP). Torfolge: 0:1, 2:3, 6:3, 7:5, 11:5 (15.), 12:7, 14:7, 14:8, 16:8 (21.), 16:10, 18:10, 19:11, 19:13, 20:13; 20:14, 23:16, 23:18, 24:19, 26:19, 26:20, 28:20, 28:21, 34:21. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Schweden, 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Schweden: Palicka (18 Paraden/2 Tore)/Appelgren; Darj, Henningsson (1), Tollbring (6/1), Pettersson (3), Jeppsson, Pellas, Lagergren (3), Gottfridsson (2), Arnesson (2), Andreas Nilsson (6), Nielsen (1), Ekdahl Du Rietz (6), Chrintz (2), Lukas Nilsson. Schweiz: Portner (5 Paraden)/Bringolf (2); Schmid (4), Meister (3), Rubin (3), Svajlen, Lier (2/1), Sidorowicz (1), Raemy (2), Röthlisberger, Küttel (1), Maros (1), Tominec (1), Gerbl (1), Milosevic (2). Bemerkungen: Schweiz ohne Novak (überzählig). Verschossene Penaltys: 1:3.

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