Klimapolitik – Die Schweiz rutscht im Länderrating zum Klimaschutz auf Platz 15 ab
Publiziert

KlimapolitikDie Schweiz rutscht im Länderrating zum Klimaschutz auf Platz 15 ab

Die Niederlage im Kampf um ein revidiertes CO2-Gesetz hat Auswirkungen auf das Länderrating in der Klimapolitik. Die Plätze eins bis drei bleiben weiterhin unbesetzt.

von
Angela Rosser
1 / 8
In einer Medienmitteilung des WWF schreibt die Organisation, dass der Schweiz ein Umsetzungsplan für den Klimaschutz fehle.

In einer Medienmitteilung des WWF schreibt die Organisation, dass der Schweiz ein Umsetzungsplan für den Klimaschutz fehle.

20min/Marco Zangger
Die Schweiz verliert im Ranking von 61 Ländern einen Platz und liegt auf Rang 15.

Die Schweiz verliert im Ranking von 61 Ländern einen Platz und liegt auf Rang 15.

20min/Matthias Spicher
Die Plätze eins bis drei bleiben wie im Vorjahr unbesetzt. 

Die Plätze eins bis drei bleiben wie im Vorjahr unbesetzt.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Nach dem Scheitern der Revision des CO2-Gesetzes fehlt der Schweiz ein Plan zur Umsetzung für internationale Verpflichtungen.

  • Von 61 Ländern, die 92 Prozent der Treibhausgasemissionen ausmachen, liegt die Schweiz aktuell auf Platz 15.

  • Künftige Abstimmungen, wie das kantonale Energiegesetz, könnten ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Die Schweiz verliert 28 Plätze in der nationalen Klimapolitik. Somit fällt die Schweiz in dieser Kategorie sogar auf Platz 51 zurück. Grund dafür sei das Scheitern des CO2-Gesetzes im Juni, schreibt der «WWF» in einer Medienmitteilung. Von 61 Ländern liegt die Schweiz noch auf Rang 15 in der Kategorie der nationalen Klimapolitik. Im Jahr 2020 belegte das Land noch Rang 14.

Bewertet werden 61 Länder

Der Klimaschutz-Index von Germanwatch und dem Newclimate Institute bewertet vier Kategorien: Treibhausgasemissionen, Erneuerbare Energien, Energienutzung und die nationale/internationale Klimapolitik. Bewertet werden 61 Länder, die zusammen 92 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen ausmachen. Die Plätze der Pole-Position, eins bis drei, bleiben wieder unbesetzt. Grund ist, dass bei keinem Land die Grenze der als Ziel gesetzten 1,5 Grad in Sicht ist. «Der Beitrag der Schweiz zur Erhaltung eines stabilen Klimas ist derzeit praktisch gleich null», sagt der Klimaschutzexperte beim WWF Schweiz, Patrik Hofstetter.

Listenanführer setzten auf Windenergie

Die vordersten Plätze, vier bis sechs, besetzen Dänemark, Schweden und Norwegen. Diese setzen im grossen Stil auf Windenergie. Die Schlusslichter in dem Ranking bilden Kasachstan und Saudi Arabien. Hofstetter ist überzeugt: «Die Schweiz kommt ihrer internationalen Verpflichtungen nicht nach, und setzt damit die Bevölkerung dramatischen Folgen der Klimaerhitzung aus. Als reiches Land muss und kann sie mehr tun.»

Die nächsten Schritte zur Verbesserung lägen in den nächsten Abstimmungen schreibt der WWF weiter. Am 28. November beispielsweise wird in Zürich darüber abgestimmt, ob Öl- und Gasheizungen nach Ende ihrer Laufzeit durch klimafreundliche Wärmesysteme ersetzt werden. Bei den erneuerbaren Energien bewegt sich die Schweiz im Mittelfeld, ungenügend seien diese Werte aber trotzdem.

Bleibe über Politikthemen informiert

Interessierst du dich auch über Bundesratswahlen und Abstimmungen hinaus für das Politgeschehen im Land? Liest du gerne spannende Interviews, Analysen, aber auch Lustiges zu aktuellen Themen? Abonniere hier den Politik-Push (funktioniert nur in der App)!

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Politik» an – schon läufts.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

5 Kommentare