Coronavirus: Die Schweiz überholt Covid-Ursprungsland China bei Infektionen
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CoronavirusDie Schweiz überholt Covid-Ursprungsland China bei Infektionen

Mit 91’763 Infektionen hat die Schweiz seit heute mehr Fälle des Coronavirus als China. Während das Covid-Ursprungsland keine Anzeichen einer zweiten Welle zeigt, steigen die Zahlen in der Schweiz massiv.

von
Lucas Orellano
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Seit heute hat die Schweiz mehr Covid-Infektionen als China, das Ursprungsland des Coronavirus.

Seit heute hat die Schweiz mehr Covid-Infektionen als China, das Ursprungsland des Coronavirus.

Keystone
Das BAG meldete am 21. Oktober 5596 Neuinfektionen.

Das BAG meldete am 21. Oktober 5596 Neuinfektionen.

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In der Schweiz zieht die Pandemie dagegen mit dem Herbstbeginn massiv an.

In der Schweiz zieht die Pandemie dagegen mit dem Herbstbeginn massiv an.

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Darum gehts

  • Die Schweiz hat seit Mittwochmorgen um 8 Uhr 91’763 Corona-Fälle. China verzeichnete bisher 91’303.

  • Seit Monaten meldet China jeden Tag maximal eine tiefe zweistellige Anzahl Neu-Infektionen.

  • In der Schweiz versucht der Bundesrat, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

Die Schweiz hat eine psychologische Schwelle überschritten: Seit Mittwoch hat es hierzulande mehr Covid-Infektionen als in China, dem Ursprungsland des Coronavirus. Das BAG meldete am 21. Oktober 5596 Neuinfektionen. Damit haben sich in der Schweiz total 91’763 Menschen angesteckt.

Die offiziellen Zahlen aus China liegen gemäss Johns-Hopkins-Universität derzeit bei 91’030 Fällen. Die täglichen Neuansteckungen im Reich der Mitte sind seit Monaten im tiefen zweistelligen Bereich, es gibt keine Anzeichen auf eine zweite Welle. Wie die «Frankfurter Allgemeine» berichtet, ist das Land nahe an der Normalität. In den Städten wird gefeiert.

«Heute haben wir eine der schlimmsten Lagen von ganz Europa»

Gesundheitsminister Alain Berset

In der Schweiz zieht die Pandemie dagegen mit dem Herbstbeginn massiv an. Wie Gesundheitsminister Alain Berset zuletzt mehrfach betonte, hat sich die Lage nach einem eher gemässigten Sommer rapide verschlechtert. «Vor drei Wochen hatten wir eine der besten Situationen von ganz Europa», sagte Berset an der Medienkonferenz von Mittwoch. «Heute haben wir eine der schlimmsten.»

Coronavirus wird beobachtet

Man beobachte derzeit die Lage genau. Neue Massnahmen sind aber bis in einer Woche nicht zu erwarten. Der Bundesrat möchte den am Sonntag erlassenen Regeln zum Coronavirus zuerst Zeit geben. Dies, weil sich die Wirkung neuer Massnahmen immer erst mit ungefähr zehn Tagen Verspätung zeigt.

Berset stellte aber auch klar: Bessert sich die Lage nicht, ist schweizweit mit schärferen Massnahmen zu rechnen.

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