3:2 im Penaltyschiessen - Dramatik pur – die Schweizer Frauen-Nati sichert sich das EM-Ticket
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3:2 im PenaltyschiessenDramatik pur – die Schweizer Frauen-Nati sichert sich das EM-Ticket

Die Schweizer Nati wollte unbedingt die Quali für die EM 2022 in England schaffen. Und dieses Ziel, das erreichten die Schweizerinnen. Im Penaltyschiessen gewann die Nati gegen Tschechien.

von
Nils Hänggi
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Die Schweiz gewinnt im Penaltyschiessen und darf sich freuen. 

Die Schweiz gewinnt im Penaltyschiessen und darf sich freuen.

Urs Lindt/freshfocus
Und wie sie sich freuen darf. Das Spiel, das war hart umkämpft. Die Schweizerinnen spielten nicht sonderlich gut. 

Und wie sie sich freuen darf. Das Spiel, das war hart umkämpft. Die Schweizerinnen spielten nicht sonderlich gut.

Urs Lindt/freshfocus
Dennoch besiegten sie am Schluss Tschechien und dürfen an die EM 2022 in England fahren. 

Dennoch besiegten sie am Schluss Tschechien und dürfen an die EM 2022 in England fahren.

freshfocus

Darum gehts

  • Im Hinspiel trennten sich die Schweiz und Tschechien 1:1.

  • Im Rückspiel gewinnt die Schweiz in einem dramatischen Spiel.

  • Die Schweizerinnen müssen bis ins Penaltyschiessen.

Im Hinspiel kamen die Schweizerinnen mit einem blauen Auge davon. Gegen Tschechien spielte die Nati 1:1. Dank eines Penaltys in der 90. Minute. Crnogorcevic behielt die Nerven, erzielte mit ihrem 61. Tor im Dress der Schweizer Nati den so wichtigen Ausgleich im Hinspiel der Barrage für die EM 2022. Wegen des Remis genügte den Schweizerinnen im Rückspiel in Thun ein 0:0. Ein machbares Ergebnis. Oder? Theoretisch: Absolut. Doch die Schweizer Nati, sie hatte Mühe. Ja, sie enttäuschte. Dennoch reichte es zu einem 3:2-Sieg im Penaltyschiessen. Ja, die Schweiz schafft die EM-Quali!

Doch von Anfang an. In der ersten Hälfte konnte keines der beiden Teams ein Tor erzielen. Das Spiel der Schweiz war geprägt von Fehlpässen. Die Nati kam kaum vor das Tor der Tschechinnen, versuchte es vor allem mit Schüssen von Crnogorcevic, Maritz und Gut aus der Distanz, die aber allesamt ungefährlich waren. Tschechien ging hart in die Zweikämpfe und hatte nach einem Eckball eine sehr gute Chance. Kurz: Das Schweizer Spiel hatte noch viel Luft nach oben.

Das einzig Gute: Es stand noch 0:0. In der zweiten Halbzeit gelang Tschechien durch Svitkova das 1:0. Die Tschechin spielte Fölmli aus und fasste sich ein Herz. Aus 20 Metern traf sie herrlich. Doch die Nati, sie konnte reagieren. Nur acht Minuten später traf Sow zum Ausgleich. Sie spitzelte den Ball an der tschechischen Torhüterin vorbei. Nur 2 Minuten und 25 Sekunden war Sow auf dem Feld, bis sie jubeln durfte. Dann passierte nicht mehr viel. Wie das Hinspiel endete das Rückspiel nach 90 Minuten mit 1:1. Weil es aber eine Entscheidung brauchte, ging die Partie in die Verlängerung. In dieser passierte nicht mehr viel – und so musste das Penaltyschiessen entscheiden. In diesem verschossen die ersten drei Schützinnen allesamt – darunter Malin Gut und Sow. Doch Barça-Star Crnogorcevic richtete es am Schluss. Die tschechische Torschützin zum 1:0, Svitkova, verschoss in der Folge. Es war der Schlusspunkt eines Drama-Spiels.

Hier trifft Crnogorcevic ins Glück. Dank diesem Tor fährt die Frauen-Nati an die EM.

SRF

Die Fussball-EM in England wartet

Und dennoch, trotz des Sieges, trotz der Quali: Es scheint fast so, als ob die Schweizerinnen nicht so gut mit Druck umgehen können, verloren sie doch zum Abschluss der Qualifikation das entscheidende Spiel um den Gruppensieg in Belgien sang- und klanglos mit 0:4.

Denn das sich die Schweizerinnen jetzt über die EM-Quali freuen dürfen, haben sie nicht ihrer Dominanz zu verdanken. Eher am Unvermögen der Tschechinnen. Überzeugend spielten die Osteuropäerinnen nämlich nicht. Die Schweiz nutzte das einfach nicht aus. Der Schweizer Fussballfan hätte zum Beispiel gerne rausgefunden, wie gut die tschechische Torhüterin ist. Doch in beiden Spielen hatte Votikova kaum was zu tun – abgesehen vom Penaltyschiessen natürlich.

Aber egal: Jetzt darf sich die Fussball-Schweiz freuen. Sollte es die Corona-Pandemie im Juli 2022 zulassen, wird die Schweiz bei der EM in England teilnehmen. Der Gastgeber ist ein attraktiver. England gilt als das neue Nonplusultra im Frauenfussball. Die englischen Clubs haben das Potenzial erkannt und investieren viel in ihre Frauenabteilungen. Gut möglich, dass das EM-Final in Wembley am 31. Juli 2022 mit 90’000 Zuschauern ausverkauft sein wird. Und: Mit Alisha Lehmann, Lia Wälti und Malin Gut spielen drei Schweizerinnen auf der Insel.

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