Schlafstatistik 2015: Die Schweizer haben Probleme im Bett
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Schlafstatistik 2015Die Schweizer haben Probleme im Bett

Guter Schlaf ist nicht selbstverständlich. Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet laut dem Bundesamt für Gesundheit an Schlafstörungen.

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Relax
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Eine heisse Dusche oder ein Bad sorgen für Entspannung vor dem Schlafen. Beruhigende Essenzen wie Lavendel sorgen für zusätzliche Schläfrigkeit. Probieren Sie im Bett anschliessend folgende Übung: Spannen Sie all ihre Muskelgruppen einzeln für fünf Sekunden an, und lassen Sie dann locker. Starten Sie mit den Füssen und arbeiten Sie sich bis zu Schultern und Kopf vor. Diese Abfolge sorgt für entspannte Muskeln.

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Koffein
Koffein

Reduzieren Sie Ihren Koffein-Konsum und beschränken Sie diesen auf den Morgen und frühen Nachmittag. Manche Menschen spüren den Koffein-Boost für mehrere Stunden und liegen lange nach der letzten Tasse Kaffee hellwach im Bett.

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Kuschelzone
Kuschelzone

Ihr Schlafzimmer sollte eine Wohlfühloase sein. Investieren Sie in eine gute Matratze, lichtundurchlässige Vorhänge und angenehme Bettwäsche. Lüften Sie das Zimmer vor dem Schlafengehen und sorgen Sie für eine gemütliche Atmosphäre, in der Sie gut entspannen können. Wenn Ihr Partner im selben Bett schläft, sorgen zwei Decken oft für mehr Erholung als eine einzelne grosse.

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Schlafstörungen sind in der Schweiz weit verbreitet. Jede vierte Person hat Probleme mit dem Einschlafen, erwacht vorzeitig oder mehrmals in der Nacht. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer und nehmen auch häufiger Schlafmittel ein.

Nur gerade fünf Prozent der Bevölkerung haben kein Problem mit dem Einschlafen und wachen auch nicht vorzeitig oder mehrmals in der Nacht auf, wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) 2012 durchgeführte Gesundheitsbefragung ergab.

Leichter Rückgang

Schlafstörungen nehmen mit zunehmendem Alter zu. So sind Personen ab 85 Jahren fast doppelt so häufig davon betroffen wie die 15- bis 24-Jährigen. Bei krankhaften Schlafstörungen ist der Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen am höchsten.

Insgesamt sind Schlafstörungen in den vergangenen 15 Jahren um vier Prozentpunkte zurückgegangen – von 28 Prozent im Jahr 1997 auf 24 Prozent im Jahr 2012. Am deutlichsten sei der Rückgang mit zehn Prozentpunkten bei Personen ab 65 Jahren, schreibt das BFS.

Frauen greifen häufiger zu Schlaftabletten

Rund acht Prozent der Bevölkerung mit Schlafstörungen greift zu Beruhigungs- oder Schlafmitteln, um besser schlafen zu können. Bei den Frauen beträgt der Anteil zehn Prozent, bei den Männern sechs Prozent. Diese Werte haben sich laut BFS seit 1992 kaum verändert.

Schlafstörungen können sich negativ auf das Wohlergehen auswirken. So gaben sieben Prozent der Personen mit krankhaften Schlafstörungen an, täglich Konzentrationsschwierigkeiten zu haben, beispielsweise beim Lesen von Zeitungen oder beim Fernsehen. Beklagt wurden auch häufig Rücken-, Nacken-, Schulter- oder Kopfschmerzen.

Schlechter Schlaf mit Alkohol

Schlafstörungen könnten das Burn-out-Risiko erhöhen, zu Absenzen am Arbeitsplatz führen und sich auf die Arbeitszufriedenheit auswirken, schreibt das BFS. 17 Prozent der 2012 befragten Personen mit krankhaften oder mittleren Schlafstörungen konnten an mindestens einem Tag innerhalb von vier Wochen nicht arbeiten. Zudem waren lediglich 59 Prozent mit ihrer Arbeit sehr zufrieden.

Als Risikofaktoren für Schlafstörungen nennt die Studie Lärm und Alkoholkonsum. Letzterer führe zu qualitativ schlechtem und wenig erholsamem Schlaf. Positiv beeinflusst werde der Schlaf dagegen durch körperliche Aktivitäten – sofern diese tagsüber nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen ausgeübt würden.

Wie Sie künftig besser schlafen können, erfahren Sie in der Bildstrecke (siehe oben). (fee/sda)

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