06.09.2020 06:31

Nations League in BaselDie Schweizer Nati will den Sieg und sieht sich nicht als Underdog

Trotz des 1:2-Fehlstarts gegen die Ukraine traut sich die Schweiz gegen Deutschland einiges zu. Mit dem «eigenen Stil» wollen Xhaka und Co. das Löw-Team ärgern.

von
Nils Hänggi

Im Basler St.-Jakob-Stadion empfängt die Schweiz den grossen Nachbarn. Wer wird gewinnen?

Video: SDA

Darum gehts

  • Am Sonntagabend spielt die Schweiz gegen Deutschland.
  • Während Petkovic die Schweiz als Aussenseiter sieht, glaubt Xhaka an den Sieg.
  • Er sagt: «Wir haben eine super Mannschaft, einen klasse Trainer.»

Nati-Coach Vladimir Petkovic drängt am zweiten Spieltag der Nations League die deutsche Nationalmannschaft in die Favoritenrolle – Captain Granit Xhaka aber sieht die Schweiz längst nicht mehr als Underdog. «Deutschland ist der Favorit. Nicht nur gegen uns, sondern gegen fast jeden Gegner», erklärte der Schweizer Nationaltrainer Petkovic am Tag vor der Partie am Sonntag in Basel.

Doch gerade nach dem jüngsten 1:2 in der Ukraine wollen die Gastgeber gegen den viermaligen Weltmeister aus dem Nachbarland beweisen, dass sie gereift sind. «Wir haben eine super Mannschaft, einen klasse Trainer, einen tollen Staff und ein gutes Umfeld», betonte der Arsenal-Profi Xhaka.

Xhaka ist überzeugt vom Team

Sein Heimatland sei «keine kleine Fussballnation» mehr, so der 27-Jährige. Das Schweizer Team habe in den vergangenen Jahren auch durch die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften «spielerisch sehr grosse Fortschritte gemacht», betonte Xhaka. «Daher sehe ich uns als Mannschaft ganz sicher nicht mehr bei den Underdogs oder Überraschungsteams.»

Auch gegen Deutschland wollen die Eidgenossen «den eigenen Stil» durchbringen, unterstrich Petkovic am Samstag. Und Abwehrspieler Manuel Akanji von Borussia Dortmund betonte: «Es gibt keinen Grund für einen Minderwertigkeitskomplex. Wir haben selber sehr gute Spieler im Team.» Gegen die Ukraine zeigten sich die Schweizer allerdings sehr anfällig bei Kontern. Petkovic kündigte dann auch «den einen oder anderen Wechsel» an.

Im Training: Renato Steffen (links) und Granit Xhaka (rechts). Xhaka wird mit Sicherheit spielen, er ist schliesslich der Captain. Steffen hofft auf einen Einsatz. 

Im Training: Renato Steffen (links) und Granit Xhaka (rechts). Xhaka wird mit Sicherheit spielen, er ist schliesslich der Captain. Steffen hofft auf einen Einsatz.

Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

So könnten im St.-Jakob-Park Silvan Widmer und Loris Benito für Kevin Mbabu und Steven Zuber auf die Aussenbahnen rücken. Im Mittelfeld hofft Renato Steffen auf einen Startelf-Einsatz. Wie dem deutschen Team von Bundestrainer Joachim Löw fehlen auch der Schweizer Nationalmannschaft mit Xherdan Shaqiri, Fabian Schär, Denis Zakaria, Remo Freuler und Admir Mehmedi wichtige Spieler.

Und auch der Gegner der DFB-Elf hat mit den Auswirkungen des ungewohnten Corona-Spielkalenders zu kämpfen – der Rhythmus fehlt den meisten Akteuren. «Dieses Problem ist nicht behoben», bemerkte Petkovic und forderte dennoch: «Ich brauche eine Mannschaft, die 120 Prozent gibt.»

Löw will ersten Sieg in Nations League

Im sechsten Anlauf will Bundestrainer Joachim Löw endlich den ersten Sieg in der Nations League feiern. «Man will diese Spiele natürlich gewinnen. Morgen in der Schweiz gehen wir mit der Intention ins Spiel, drei Punkte zu machen, das ist ganz klar», sagte der Bundestrainer bei der digitalen Pressekonferenz der Fussball-Nationalmannschaft am Samstagabend in Basel. Im St.-Jakob-Park wird am Sonntag Bernd Leno vom FC Arsenal im Tor stehen, kündigte Löw an.

Leroy Sané meldete sich trotz seiner Krämpfe beim 1:1 am Donnerstag gegen Spanien und der Auswechslung nach 60 Minuten einsatzbereit. Löw wollte noch die Eindrücke im Abschlusstraining abwarten, um zu entscheiden, welche Akteure zum frühen Saisonzeitpunkt fit genug sind. Verletzt sei laut der DFB-Ärzte allerdings keiner seiner 20 Spieler, merkte der 60-Jährige an. Bislang hat das DFB-Team in dem Uefa-Wettbewerb keines seiner fünf Spiele gewinnen können. (dpa)

(DPA)

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99 Kommentare
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Tschoni Käsch

06.09.2020, 10:31

das ist keine Schweizer Nati

F. Meyer

06.09.2020, 10:15

Was die immer alles wollen, aber nichts können. 😉

mäxli

06.09.2020, 10:11

morgen lesen wir dann 4:0 verloren,die schweiz hat aber gut gspielt und der trainer: ich bin sehr zufrieden mit der manschaft kennen wir doch mittlerweile. schöne sunntig wünschi